Prognose 2009
Damen helfen Kosmetikbranche

Deutschlands Kosmetikhersteller lassen sich trotz der düsteren Konjunkturaussichten für 2009 noch keine grauen Haare wachsen: Sollte sich die Konjunktur beleben, sei im nächsten Jahr ein Umsatzplus von 1,5 bis zwei Prozent möglich, prognostizierte der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Dabei läuft das Geschäft mit Damen- besser als das mit Herrenkosmetik.

HB FRANKFURT. "Wir rechnen allerdings mit einem härteren Wettbewerb - sowohl in der Industrie im Verteilungskampf um die Marktanteile als auch im Handel", sagte der IKW-Vorsitzende Andreas Lange von Henkel. "Insgesamt sehen wir eine deutliche Zunahme auf der Discounterschiene und ich glaube auch, dass diese Tendenz anhalten wird."

Insgesamt gaben die Menschen in Deutschland laut Verband in diesem Jahr 12,6 Mrd. Euro für Körperpflege aus und damit 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit setzte sich der seit Jahren anhaltende Trend nach oben fort, wenn auch mit geringerem Tempo. Pro Kopf wurden für Shampoo und Seife, Deo und Parfüm, Cremes und Make-up 150 Euro investiert und damit nochmals drei Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Der Markt für Herrenkosmetik war nach Jahren des Booms allerdings rückläufig: Er schrumpfte um 0,3 Prozent auf 881 Mio. Euro. 2007 habe es in diesem Segment etliche neue Marken gegeben, 2008 sei das Angebot "weniger aggressiv" gewesen, hieß es zur Begründung.

Leicht rückläufig war auch der Markt für Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 3,87 Mrd. Euro. Für 2009 rechnet der Verband in diesem Segment allenfalls mit Stagnation, wie Lange ausführte. Möglich sei auch ein Minus von zwei bis drei Prozent wie im Jahr 2005.

Zur weiteren Entwicklung der Preise wagte der Verband keine konkrete Aussage. Die Rohstoffpreise seien derzeit so schwer einschätzbar wie seit 20 Jahren nicht, sagte Lange. Der Verband vertritt 400 Hersteller mit insgesamt 45 000 Beschäftigten.

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