Prognose 2011
Wachstum der Elektroindustrie schwächt sich ab

Nach dem rasanten Aufschwung 2010 dürfte die deutsche Elektroindustrie im kommenden Jahr weiter wachsen, prognostiziert ihr Branchenverband ZVEI - allerdings weniger stark.
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HB FRANKFURT. 2011 dürfte die Elektro-Produktion um sieben Prozent zulegen, nach zwölf Prozent in diesem Jahr, sagte der ZVEI-Vorsitzende Klaus Mittelbach am Freitag. Zu verdanken sei der Zuwachs in diesem Jahr in erster Linie den Exporten, die um rund ein Viertel anzogen. Vor allem die Nachfrage aus China, Südostasien und Südamerika sei sprunghaft gestiegen - um 40 bis 50 Prozent. Größter Absatzmarkt bleibe aber Europa mit zwei Drittel der Ausfuhren.

Trotz der hohen Wachstumsraten hat die Branche den Einbruch des Jahres 2009, als die Produktion um ein Fünftel sank, immer noch nicht aufgeholt. Bei Produktion, Umsatz und Auftragseingängen liege die Elektroindustrie immer noch zwischen 13 und 15 Prozent unterhalb des Niveaus des Vor-Krisen-Jahres 2008, so der Verband.

Die Aussichten für die Industrie mit deutschen Vorzeige-Unternehmen wie Siemens oder Bosch sind Mittelbach zufolge trotz der leichten Wachstumsabschwächung im nächsten Jahr insgesamt rosig. "Strukturell ist die Elektroindustrie sehr gut aufgestellt", betonte er. Die Produkte der Branche seien unentbehrlich für wichtige Zukunftstechnologien wie Elektro-Autos.

Mit mehr als 800 000 Beschäftigten und einem Umsatz von gut 160 Milliarden Euro ist die Elektroindustrie hierzulande der zweitwichtigste Industriezweig.

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