Prognose 2012
Siemens freut sich auf Areva-Milliarden

Der Elektronikkonzern Siemens wird wohl bald den Verkauf seiner Beteiligung am französischen Atomkraftwerksbauer Areva abschließen. Das dürfte sich in der Konzernkasse positiv bemerkbar machen. Und das ist nicht der einzige Grund, warum die Münchener sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken.
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HB MÜNCHEN. Der Elektronikkonzern Siemens erwartet schon in Kürze zusätzliche Milliarden aus dem Verkauf seiner Beteiligung am französischen Atomkraftwerksbauer Areva. Ein Schlusstrich unter den schon zwei Jahren andauernden Rechtsstreit mit dem Konzern über den Ausstieg würde Siemens den Weg für eine neue Partnerschaft mit dem russischen Areva-Konkurrenten Rosatom freimachen.

Wie viel Areva für die 34-Prozent-Beteiligung an Siemens zahlen muss, wird ein Schiedsgericht im Frühjahr entscheiden, hieß es aus informierten Kreisen. In den Bilanzen ist die Beteiligung mit zwei Milliarden Euro verbucht. Siemens fordert jetzt vier Milliarden Euro, Areva will jedoch nur 200 Millionen Euro zahlen. Beide Seiten werfen sich Vertragsbruch vor.

Außerdem rechnet Siemens auch über das laufende Geschäftsjahr 2010/11 hinaus mit steigenden Gewinnen. Im Geschäftsjahr 2011/12 (zum Ende September) werden Umsatz und Ergebnis aus fortgeführtem Geschäft ebenfalls weiter zulegen, wie aus dem am Donnerstag im Internet veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte der Technologiekonzern, den Gewinn aus fortgeführtem Geschäft von zuletzt 4,1 Milliarden Euro um 25 bis 35 Prozent zu steigern.

In seinen Kerngeschäftsfeldern Industrie, Energie und Medizintechnik sieht der Münchener Konzern rosigen Zeiten entgegen. "Siemens rechnet in allen der drei Sektoren mit einer weiteren Erholung des Geschäfts", hieß es. Die Geschäftsfelder Industrie und Energie würden im laufenden und kommenden Geschäftsjahr wie angepeilt operative Renditen (Ebitda) zwischen je zehn und 15 Prozent abwerfen, die Medizintechnik zwischen 15 und 20 Prozent.

Der Auftragseingang werde steigen, die Kosten gemäß der angekündigten Wachstumsoffensive allerdings ebenfalls. Die angestrebte Rendite auf das eingesetzte Kapital werde 2010/11 und im Folgejahr zwischen 15 und 20 Prozent liegen.

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  • Löscher versprach schon 2008 die Entlassung von 17.000 Mitarbeitern, hauptsächlich in Deutschland, konnte nach diesem erfolgreichen Programm just einen (kleinen) Gewinn ausweisen und freut sich, daß wenigstens durch Entlassungen und optimistische Sprüche der Aktienkurs, nach dem er (auch) bezahlt wird, weiter hoch gekauft wird.

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