Prognose angehoben
Altria profitiert vom Tabakgeschäft

Der Lebensmittel- und Zigaretten-Hersteller Altria hat im zweiten Quartal von den Zuwächsen in seinem Tabakgeschäft profitiert und seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Zugleich hob der Konzern seine Gesamtjahresprognose für das Ergebnis je Aktie (EPS) um fünf Cent auf 5,00 bis 5,10 Dollar an. Zum Altria-Konzern gehören der Tabakhersteller Philip Morris und das börsennotierte Lebensmittelunternehmen Kraft Foods. Letzteres hatte am Vortag schwächer als erwartet ausgefallene Ergebnisse gemeldet.

dpa-afx RICHMOND. An der Börse notierte die Altria-Aktie um 16.20 Uhr nahezu unverändert mit 0,05 Prozent im Plus auf 65,29 Dollar. Die Kraft-Aktie gab 2,08 Prozent auf 31,10 Dollar nach.

Wie Altria am Mittwoch in Richmond mitteilte, erhöhte sich der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im zweiten Quartal um 11,7 Prozent auf 2,91 Mrd. Dollar. Je Aktie ergab sich ein Ergebnis von 1,40 Dollar nach 1,26 Dollar im Jahr zuvor. Unter dem Strich wies der Konzern einen Überschuss von 2,67 (Vorjahr: 2,63) Mrd. Dollar oder 1,28 (1,27) Dollar je Aktie aus.

Der Umsatz kletterte um 8,3 Prozent auf 24,78 Mrd. Dollar. Allerdings wurden die Vorjahreswerte wegen inzwischen getätigter Verkäufe neu berechnet. Den Aktionären will Altria eine Quartalsdividende von 0,73 Dollar je Aktie zahlen. Die Geschäftszahlen im zweiten Quartal seien im Rahmen der eigenen Erwartungen ausgefallen, sagte Konzernchef Louis Camilleri laut einer Mitteilung. Die jüngsten Zukäufe von Philip Morris und Steuervorteile hätten sich positiv ausgewirkt. Altria schaue optimistisch auf die zweite Jahreshälfte.

Die Anhebung der Prognose begründete der Konzern mit Zukäufen in Indonesien. Philip Morris hatte im Mai dieses Jahres die Tabakfirma Sampoerna für 4,8 Mrd. Dollar inklusive Schulden gekauft. Positiv werde sich auch die Rückführung von Auslandsgewinnen auswirken, hieß es. Diese würden durch zu erwartende Ausgaben für Rechtstreitigkeiten und niedrigere Währungsgewinne teilweise aufgezehrt.

Wachstumstreiber Philip Morris konnte seinen Marktanteil in den USA im zweiten Quartal nicht zuletzt wegen seiner Marke Marlboro auf 50 Prozent weiter ausbauen. International steigerte die Tochter ihre Zigaretten-Verkäufe um fünf Prozent, dank der Zuwächse in Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika. Dagegen belasteten höhere Tabaksteuern in Deutschland und das Rauchverbot in Italien in Restaurants und Bars den Westeuropa-Absatz.

Am Vortag hatte bereits die börsennotierte Lebensmittel-Tochter Kraft Foods nach Handelsschluss ihre Quartalszahlen vorgelegt. Danach stieg der Gewinn je Aktie (EPS) aus fortgeführtem Geschäft um 12,5 Prozent zum Vorjahr auf 0,45 Dollar und verfehlte die Analystenschätzungen um zwei Cent. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 8,3 Mrd. Dollar.

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