Prognose angehoben
Q-Cells wächst weiter

Der Solarzellen-Hersteller Q-Cells will weiter vom anhaltenden Wachstum der Branche profitieren.

dpa-afx THALHEIM. Nach einem Ergebnisschub im zweiten Quartal hob die Gesellschaft aus Thalheim in Sachsen-Anhalt am Mittwoch die Prognose für 2008 an und äußerte sich zuversichtlich für die kommenden Jahre. Eine fortdauernde Ausweitung der Produktion in Thalheim sowie in Malaysia geben dem TecDax-Unternehmen Anlass zu Optimismus. Langsamer als geplant läuft dagegen die Produktion auf Basis der Dünnschichttechnologie an, der die Branche eine große Zukunft voraussagt.

Die Q-Cells-Aktie gehörte am Mittwoch zu den Gewinnern im Technologiewerte-Index und gewann bis zum Nachmittag 4,24 Prozent auf 60,00 Euro. Angesichts des Kapazitätsausbaus rechnet das Unternehmen nun für 2008 mit einem Umsatz von 1,325 Mrd. Euro. Bisher war es von 1,275 Mrd. Euro ausgegangen. Das operative Ergebnis sieht Q-Cells bei 260 Mio. Euro (bisher 252 Mio). Der Überschuss soll weiterhin auf rund 200 Mio. Euro steigen. Für das kommende Jahr prognostiziert Q-Cells Erlöse von etwa 2,25 Mrd. Euro, bisher hatte das Unternehmen von mehr als zwei Mrd. Euro gesprochen. Im Jahr 2010 will Q-Cells im Vergleich zu 2009 nochmals schneller wachsen. Das Produktionsvolumen soll bis dahin auf 2,5 Gigawatt steigen.

Nachfrage nach Solarzellen Weiter Hoch

Die Nachfrage nach Solarzellen bleibt Q-Cells zufolge weiter hoch. "Die Entwicklung des ersten Quartals hat sich fortgesetzt, die Nachfrage ist vor allem in Südeuropa groß", sagte Vorstandschef Anton Milner. Im zweiten Halbjahr werde es auf dem Markt voraussichtlich leichte Preissenkungen geben. Q-Cells habe aber schon 90 Prozent seiner Produktionsmenge für 2009 verkauft oder fest zugesagt, auch für die Zeit danach seien schon Verträge unterschrieben worden.

Auch bei der Dünnschichttechnologie wächst Q-Cells, jedoch in wesentlich kleineren Schritten als bisher angepeilt. Für 2008 sieht die Gesellschaft ein Produktionsvolumen von zehn bis 20 Megawattpeak (MWp) als realistisch an, bisher war das Unternehmen von 25 bis 50 MWp ausgegangen. Die Produktion sei zum Teil verzögert angelaufen."Das ist kurzfristig etwas enttäuschend, in 2009 und 2010 wird das Wachstum dafür umso größer ausfallen", sagte Milner.

Ausbau der Produktionskapazität

Im zweiten Quartal stieg der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 44,65 Mio. auf 60,2 Mio. Euro und der Umsatz von 186,9 Mio. auf 309,8 Mio. Euro. Analysten hatten weniger erwartet. Beim Überschuss verzeichnete Q-Cells 26,5 Mio. Euro nach 43 Mio. Euro im Vorjahr, hier hatten die Analysten wiederum mehr erwartet. Der Rückgang resultierte aus hohen Sondererlösen im Vorjahreszeitraum. Auch negative Effekte aus der Beteiligung am norwegischen Solarkonzern Renewable Energy Corp (REC) drückten das Ergebnis.

Bis 2009 will Q-Cells seine Produktion an den Standorten in Malaysia und in Thalheim so weit ausbauen, dass im Kerngeschäft eine Kapazität von 1 320 Megawattpeak (MWp) besteht. Bis Ende 2008 soll die Kapazität bei 760 MWp liegen.

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