Prognose bekräftigt
Anlagenbauer Gea macht deutlich mehr Gewinn

Der Anlagenbauer Gea hat trotz politischer Krisen deutlich mehr Gewinn gemacht als gedacht. Der Konzern profitiert von der steigenden Nachfrage nach Maschinen in der Lebensmittelbranche – und bestätigt seine Jahresziele.
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DüsseldorfDie stetig wachsende Nachfrage nach Maschinen für die Lebensmittelverarbeitung macht den Anlagenbauer Gea krisenfest. Trotz politischer Unruhen in Osteuropa und Konjunkturflauten in den Schwellenländern steigerte der Konzern im zweiten Quartal Umsatz und operativen Gewinn (Ebitda). Der Auftragseingang schrumpfte zwar leicht, lag aber über den Markterwartungen. „Die GEA hat in 2014 das bisher höchste operative Ebitda für ein erstes Halbjahr erzielt“, betonte Konzernchef Jürg Oleas am Montag. Das stimme ihn zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.

Die Anleger teilten den Optimismus und griffen zu. Die Aktie stieg um über zwei Prozent auf 34,94 Euro und führte die Gewinnerliste im MDax an. „Die Quartalzahlen unterstreichen, dass unsere Jahresschätzungen erreichbar sind“, kommentierte Markus Turnwald von der DZ Bank. Vor allem die im Vergleich zum Jahresauftakt um 37 Prozent angeschwollenen Orderbücher im Bereich Process Engineering dürften die Sorge über eine deutliche Auftragsabschwächung sukzessive vertreiben.

Das Segment, das auf die Konstruktion und Entwicklung von Maschinen und Anlagen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie sowie pharmazeutische und chemische Industrie spezialisiert ist, erreichte mit einem Quartalsumsatz von 470 (Vorjahr: 435) Millionen Euro einen neuen Rekordwert.

Der Konzern-Umsatz legte im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zu, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um acht Prozent auf 128 Millionen Euro. Summiert ergab sich damit im ersten Halbjahr ein Ebitda von 213,2 (190,8) Millionen Euro. Unter dem Strich blieben im Quartal 80,8 (75,4) Millionen und im Halbjahr 128 (116,2) Millionen Euro an Gewinn hängen. Der Auftragseingang erreichte 1,17 Milliarden Euro und lag damit fast auf Rekordniveau, wie Oleas betonte.

Der Anlagenbauer mit seinen 18.000 Beschäftigten peilt 2014 einen moderaten Umsatzanstieg an. Das Ebitda soll bei 550 bis 590 Millionen Euro liegen. 2013 verbuchte der Anlagenbauer einen Betriebsgewinn von 530 Millionen Euro sowie einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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