Prognose bestätigt
BMW findet Gefallen am Zuliefer-Geschäft

Der bayerische Autobauer BMW hat seine Prognosen für das Geschäftsjahr bestätigt. Derzeit sei die Nachfrage sehr gut, erklärte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Angesichts hoher Ausgaben für Forschung und Entwicklung liebäugelt man aber auch mit der Erschließung neuer Einnahmequellen.

HB FRANKFURT. „Wir haben in den vergangenen Jahren hunderte Mill. Euro unter anderem in die Entwicklung effizienter Motoren gesteckt“, sagte Reithofer am Dienstag in Frankfurt. Dieser Trend werde angesichts immer schärferer Abgasvorschriften voraussichtlich auch anhalten. Um die Kosten im Griff zu behalten, feile BMW derzeit an Methoden, um die Rendite zu steigern. „Wir haben jeden Stein umgedreht.“ Eine Möglichkeit sei hier auch, Motoren oder andere Komponenten an andere Hersteller zu verkaufen. „Das ist ein interessanter Geschäftszweig.“ Nähere Angaben machte er zunächst aber nicht.

Einen Dämpfer verpasste Reithofer dagegen Spekulationen über eine strategische Zusammenarbeit mit anderen Herstellern. „Ich möchte momentan nicht über strategische Allianzen spekulieren, das macht einen Konzern nämlich auch unflexibel.“ Seit dem Debakel mit dem britischen Autobauer Rover sei BMW vorsichtig geworden. BMW hatte sich 1999 nach einem Fehlbetrag von 2,5 Mrd. Euro von Land Rover und MG Rover getrennt. Die Marken Rolls-Royce und Mini blieben bei den Münchnern. Grundsätzlich seien Kooperationen aber „ein Werkzeug, das BMW immer wieder benutzt“, sagte Reithofer. Ein erfolgreiches Beispiel sei hier die Zusammenarbeit mit Peugeot. Die beiden Unternehmen kooperieren hier bei der Entwicklung und Produktion von 1,6-Liter-Benzinmotoren, die unter anderem im Mini zum Einsatz kommen. In Frage komme zudem eine Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten Daimler bei der Motoren-Entwicklung, teilte der Autokonzern mit.

Die Prognose fürs laufende Geschäftsjahr bestätigte Reithofer. So soll der Gewinn vor Steuern bereinigt um einen Buchgewinn in Höhe von 375 Mill. Euro aus der Abwicklung einer Umtauschanleihe auf den britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce im vergangenen Jahr über Vorjahresniveau liegen. Dies wären mehr als 3,75 Mrd. Euro. Auch beim Absatz laufe alles nach Plan, sagte der Vorstandschef. Das Ziel von mehr als 1,4 Mill. verkauften Fahrzeugen stehe. Derzeit sei die Nachfrage sehr gut.

Auf der IAA stellt BMW eine ganze Reihe neuer Modelle vor, darunter auch den neuen Mini Clubman. Das 24 Zentimeter längere Modell soll Mitte November auf den Markt kommen und weiter für klingelnde Kassen bei der Kleinwagentochter sorgen. Seit der Markteinführung 2001 haben die Münchner bereits mehr als eine Million Minis verkauft. In diesem Jahr soll mit 220 000 verkauften Autos die bisherige Bestmarke von gut 200 000 aus dem Jahr 2005 übertroffen werden. Neu im Angebot sind unter anderem auch Coupéversionen der 1er, der 3er und der 6er-Baureihe. Außerdem präsentierten die Münchner den neuen Geländewagen X6, der ab 2009 auch als Hybrid zu haben sein soll. Die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor soll den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken.

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