Prognose bestätigt
Fiat setzt bei Autos auf Allianzen

Im kommenden Jahr will der italienische Industriekonzern Fiat seine Krise endgültig überwunden haben. Unterdessen verhandelt man mit mehreren potenziellen Partnern für die Autosparte, die weiter Verluste schreibt.

HB TURIN. „Wir haben immer über konkrete Bündnisse geredet ... Wir sprechen nicht mehr über globale Bündnisse“, sagte Vorstandschef Sergio Marchionne am Donnerstag. Weiterhin bestätigte er, dass Fiat nicht seinen Anteil an dem Medienunternehmen RCS Mediagroup verkaufen wolle.

GM hatte sich mit Fiat im Frühjahr darauf geeinigt, sich für 1,55 Mrd. € von der Verpflichtung frei zu kaufen, die defizitäre Auto-Sparte des italienischen Unternehmens übernehmen zu müssen. Fiat hatte 20 % seiner Anteil an der AUto-Sparte im Jahr 2000 am GM verkauft und eine Option zum Verkauf der restlichen 80 % mit GM vereinbart. Mit der Milliardenzahlung beendeten der US-Konzern und die Italiener ihre jahrelange Partnerschaft.

Im kommenden Jahr will der Industriekonzern Fiat einen Nettogewinn von mehr als 700 Mill. € verbuchen. Im Jahr darauf werde der Gewinn auf 1,6 bis zwei Mrd. € klettern, sagte Marchionne am Donnerstag vor Aktionären in Turin. Gleichzeitig bestätigte der Vorstandsvorsitzende die Ergebnisziele für das laufende Jahr. Dank Sonderzahlungen des früheren US-Partners General Motors (GM) will Fiat 2005 die Verlustzone verlassen. Im vergangenen hatte die Firma noch einen Verlust von 1,55 Mrd. € verbucht, nachdem Fiat in den Jahren zuvor wegen massiver Absatzprobleme in die schwerste Krise der Unternehmensgeschichte geraten war.

Für Fiat Auto sagte Marchionne für dieses Jahr noch einen Verlust von 320 Mill. € voraus. 2006 werde auch diese Sparte schwarze Zahlen schreiben. 2007 werde das operative Ergebnis zwei bis vier Prozent des Umsatzes ausmachen.

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