Prognose erneut gesenkt - Aufträge brechen ein
Unaxis rudert weiter zurück

Zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Monaten hat der Schweizer Technologiekonzern Unaxis seine Ertrags-Prognose gesenkt.

HB ZÜRICH. Der Auftragseingang brach im dritten Quartal 2004 auf 375 Mill. sfr von 511 Mill. sfr im zweiten Quartal ein und verfehlte die Prognosen damit klar. Der Umsatz sank auf 496 Mill. sfr von 538 Mill. sfr, wie Unaxis am Donnerstag weiter mitteilte.

Für das Gesamtjahr 2004 sieht Unaxis ein Betriebsergebnis leicht über den 37 Mill. sfr des ersten Halbjahres. Der aus Oerlikon Bührle hervorgegangene Konzern hatte bereits im August eine Gewinnwarnung ausgesprochen und für das zweite Halbjahr ein Betriebsergebnis im Rahmen des ersten Halbjahres in Aussicht gestellt.

Unaxis begründete den schwachen Ausblick mit dem anhaltenden Preisdruck im Bereich Displays sowie dem Marktabschwung bei den Halbleiter-Montageautomaten (Esec) sowie dem Datenspeicher-Bereich. Die aufgrund von vorübergehender Überkapazitäten eingetretene Abschwächung in den Märkt für Halbleiter-Ausrüstung und Datenspeicherung dürfte anhalten, hiess es weiter. Vor diesem Hintegrund würden strukturelle und operative Massnahmen mit dem Ziel einer nachhaltigen Verbesserung der Margensituation mit hoher Priorität voran getrieben, hiess es weiter.

Analysten hatten für das dritte Quartal durchschnittlich einen Auftragseingang von 446 Mill. sfr und einen Umsatz von 498 Mill. sfr prognostiziert.

Unaxis ist stark vom Halbleiter-Zyklus abhängig. Rund ein Drittel des Geschäftsvolumens entfällt auf Halbleiter-Ausrüstung. Daneben ist Unaxis auch in den Bereichen Öberflächenbeschichtung, Datenspeicherung, Vakuumtechnologie, optische Komponenten und Raketen-Verkleidungen tätig.

Unaxis konnte 2003, nach zwei Jahren in den roten Zahlen, wieder einen kleinen operativen Gewinn von 16 Millonen sfr erwirtschaften. Der Reingewinn belief sich als Folge der Auflösung von Rückstellungen auf 32 Mill. sfr. Nach der Rezession im Technologiesektor ab 2001 und der zwischenzeitlichen Erholung erwarten Analysten 2005 einen erneuten Abschwung.

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