Prognose für 2004 reduziert
Stada leidet unter der Gesundheitsreform

Der Arzneimittelhersteller Stada war bislang vom Erfolg verwöhnt, doch nun wurden die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr wegen einer unerwartet verhaltenen Nachfrage sowie der verschärften Preissituation reduziert. Insgesamt sei dies auf die Gesundheitsreform zurückzuführen, beklagt Stada.

HB FRANKFURT. Analysten zeigten sich von der Gewinnwarnung überrascht, zumal Stada mit einem starken Auftaktquartal in das Jahr gestartet war und noch im Mai seinen Jahresausblick bekräftigt hatte. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Stada-Aktie verlor zeitweise 15 %.

„Das Schiff Stada ist zurzeit in schwerer See“, sagte Konzernchef Hartmut Retzlaff am Dienstag in Frankfurt auf der Hauptversammlung. Das zweite Quartal verlaufe bislang nicht zufrieden stellend. Neben gesetzlichen Preisrabatten in Deutschland habe Stada in vielen Ländern mit einer verhaltenden Nachfrage und Preissenkungen zu kämpfen. Angesichts dessen sei es nicht mehr sicher, ob Stada das angestrebte prozentual zweistellige Umsatzwachstum dieses Jahr erreichen werde. Der Konzerngewinn werde voraussichtlich nur auf Vorjahresniveau liegen. Mittelfristig sehe er Stada aber weiter auf Wachstumskurs, sagte Retzlaff.

Im vergangenen Jahr hatte Stada unter dem Strich 43,9 Mill. € verdient, 25 % mehr als im Jahr zuvor. Den Umsatz hatte Stada um 18 % auf 745,2 Mill. € gesteigert. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte Stada im Vergleich zum Vorjahresquartal noch einen Umsatzzuwachs von elf Prozent erzielt. In den ersten fünf Monaten 2004 habe das Umsatzplus nur sieben Prozent betragen, sagte Retzlaff. Die Stada-Aktie lag am Nachmittag noch zwölf Prozent im Minus bei 36,53 € und war mit Abstand der größte Verlierer im MDax.

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