Prognose für 2005 bekräftigt
Stada rechnet mit deutlichem Gewinnplus

Der Bad Vilbeler Generikahersteller Stada hat sein Ziel bekräftigt, Umsatz und Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2005 prozentual zweistellig zu steigern. Auch für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre zeigte sich Konzernchef Hartmut Retzlaff am Dienstag auf der Hauptversammlung in Frankfurt optimistisch.

HB FRANKFURT. „Das laufende Geschäftsjahr - da sind Vorstand und Management heute schon sehr sicher - wird für Stada das 10. Rekordjahr in Folge sein“, sagte Retzlaff den Aktionären laut Redetext. Umsatz und Ertrag würden auch dieses Jahr prozentual zweistellig wachsen, bekräftigte er frühere Prognosen. Beim Konzerngewinn erwarte der Konzern 2005 mehr als 60 Mill. €, was einem Anstieg von mehr als 25 % entsprechen würde. „Und natürlich verfolgen wir das Ziel, auch in den Folgejahren jeweils prozentual zweistellig in Umsatz und Ertrag zu wachsen“, ergänzte er.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte Stada-Aktie lag am Vormittag zwei Prozent im Plus bei 26,23 €. Stada erzielt den Großteil seiner Erlöse mit Nachahmerprodukten von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. Solche Generika sind günstiger, weil sich die Hersteller hohe Forschungs- und Entwicklungskosten sparen. Angesichts knapper Kassen in staatlichen Gesundheitssystemen ist die Nachfrage nach preiswerten Medikamenten hoch. Im Auftaktquartal 2005 hatte Stada seinen Umsatz um 21 % auf 245 Mill. € erhöht. Der Konzerngewinn legte um elf Prozent auf 17 Mill. € zu.

Stada stützt seine ambitionierten Geschäftsziele auch auf die Erwartung eines kräftigen Wachstums des weltweiten Marktes für Nachahmerpräparate. Bis 2009 werde für den weltweiten Generikamarkt ein jährliches Wachstum von bis zu 15 % prognostiziert, sagte Retzlaff. Für den gesamten Weltpharmamarkt werde dagegen nur ein jährliches Wachstum von 7,5 % bis 2009 gesehen.

Auch Zukäufe hat Stada weiter im Visier. „Aber seien sie versichert, unsere Unternehmensentwicklung ist weiter intensiv auf der Suche nach zu uns passenden Akquisitionsmöglichkeiten“, sagte der Stada-Chef. Dies gelte für Märkte, in denen das Unternehmen bislang keine Vertriebsgesellschaften besitze. Auch in den USA will Stada seinen Vertrieb weiter ausbauen.

Entlastung erwartet der Bad Vilbeler Konzern dieses Jahr durch die Absenkung der von der Gesundheitspolitik verordneten Zwangsrabatts auf sechs Prozent von 16 % im Jahr 2004. Dazu komme, dass für immer mehr Medikamente ein Festbetrag gelte, wodurch für diese dann der Zwangsrabatt ganz entfalle, ergänzte der Stada-Chef. Insgesamt müsse Stada dieses Jahr über zehn Mill. € weniger an Zwangsrabatten verkraften, sagte Retzlaff. Noch 2004 hatte der Zwangsrabatt den Konzern 21,4 Mill. € bei Umsatz und Vorsteuergewinn gekostet.

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