Prognose für Gesamtjahr bestätigt
Herber Gewinneinbruch bei Volkswagen

Europas größter Autokonzern hat seine Talfahrt fortgesetzt. Mitten im festgefahrenen Tarifkonflikt um drastische Kostensenkungen muss Volkswagen zum dritten Mal in Folge einen massiven Gewinneinbruch wegstecken. Allerdings deuten sich auch Fortschritte in einigen Problemfeldern an.

HB HANNOVER. Der Auto-Hersteller spürt die allgemein schwache Nachfrage im Inland derzeit besonders deutlich, zudem schrumpfen auch die Erträge von VW auf dem Boommarkt China zunehmend zusammen. Ein niedriger als erwartet ausgefallener Verlust in den USA, das gute Geschäft mit Finanzdienstleistungen und die Bekräftigung der Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2004 sorgten an der Börse allerdings für einen Kurssprung. Die VW-Aktie gewann zeitweise vier Prozent und gehörte zu den stärksten Werten im Deutschen Aktienindex.

Von Juli bis September habe sich der operative Gewinn - ohne Sondereffekte etwa für Sparprogramme - um 23 % auf 487 Mill. € verringert, teilte Volkswagen mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem deutlicheren Rückgang auf 468 Mill. € gerechnet. Für die ersten neun Monate stehen nur 1,466 Mrd. € zu Buche nach 1,85 Mrd. vor Jahresfrist. Der Konzernüberschuss brach seit Januar um mehr als 40 % auf 459 Mill. € ein.

Nur die ertragsreiche Sparte Finanzdienstleistungen bewahrte den Konzern in den ersten neun Monaten unter dem Strich vor einem Sturz in die roten Zahlen. Mit dem reinen Verkauf von Autos verdiente VW nach Steuern kein Geld mehr, sondern schrieb Verluste. Im Konzernbereich Automobile verzeichnete VW in den ersten neun Monaten beim Ergebnis nach Steuern einen Verlust von 38 Mill. €. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Plus von 344 Mill. €. Die Sparte Finanzdienstleistungen dagegen erwirtschaftete ein Nachsteuer-Ergebnis von 497 (469) Mill. €, so dass insgesamt ein Sturz in die roten Zahlen vermieden wurde.

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