Prognose für Gesamtleistung angehoben
Service-Geschäft wird für Bilfinger zur tragenden Säule

Die Rechnung des Manheimer Baukonzern nach der verstärkten Ausrichtung auf den Bereich baunahe Dienstleistungen geht früher als erwartet auf. Zudem setzt Bilfinger Berger seine Einkaufstour fort.

HB STUTTGART. Bereits in diesem Jahr und nicht wie geplant 2004 kämen 40 % des operativen Ergebnisses aus baunahen Dienstleistungen, teilte der zweitgrößte deutsche Baukonzern am Donnerstag mit. In den ersten neun Monaten verdiente Bilfinger Berger im Service-Geschäft bereits mehr als mit dem gesamten Baugeschäft. Im Konzern verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen (Ebita) um 86 % auf 41 Mill. €. Allein im dritten Quartal lag das Ebita bei 31 (2002: 17) Mill. €. Für das Gesamtjahr bekräftigte Bilfinger Berger, den operativen Gewinn deutlich zu steigern. Dieser hatte im vergangenen Jahr bei 74 Mill. € gelegen.

Seine Einkaufstour im Ausland setzt Bilfinger fort. In den USA habe der Konzern das Serviceunternehmen Centennial Contractors gekauft. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Virginia habe mit Instandhaltungs- und Wartungsleistungen an Gebäuden zuletzt 150 Mill. € Umsatz erzielt und eine Rendite vor Steuern und Zinsen (Ebit) von über vier Prozent erwirtschaftet. Einen Kaufpreis nannte Bilfinger nicht. Erst kürzlich hatten die Mannheimer ein Übernahmeangebot für die Abigroup vorgelegt, mit der Bilfinger zum zweitgrößten Baukonzern in Australien aufrücken würde.

Der zweitgrößte deutsche Baukonzern hob seine Erwartungen für die Gesamtleistung im laufenden Jahr erneut an. Statt 5,4 Mrd. € würden nun etwa 5,5 (Vorjahr: 4,9) Mrd. € erwartet, hieß es. In den ersten neun Monaten stieg die Konzernleistung um 19 % auf 4,05 Mrd. €, der Auftragseingang um elf Prozent auf 4,41 Mrd. €.

Den Nettoerlös von 238 Mill. € aus dem Verkauf der Buderus-Anteile an Bosch will Bilfinger zum größten Teil in Vorsorgemaßnahmen stecken. Nach dem Ausstieg aus dem reinen Projektgeschäft sollen die Bestandsimmobilien allein um 90 Mill. € abgewertet werden. Übrig bleibe am Ende ein Sonderertrag von 75 Mill. €, über dessen Verwendung nach Jahresende entschieden werde. Einen ähnlichen Sonderertrag hatte Bilfinger Berger im vergangenen Jahr für einen Dividenden-Bonus verwendet. Das Ergebnis soll wegen der Verkaufserlöse unter dem Strich 2003 noch höher ausfallen als im vergangenen Jahr.

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