Prognose für Gesamtmarkt angehoben
Boeing ist extrem optimistisch

Der Airbus-Konkurrent Boeing rechnet in den kommenden Jahren für alle Flugzeughersteller mit einem kräftig wachsenden Absatz.

HB LONDON/NEW YORK. Boeing erwartet branchenweit in den nächsten 20 Jahren die Bestellung von 28 600 neuen Flugzeugen. Die Maschinen kämen auf einen Gesamtwert von 2,8 Billionen Dollar, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Nachfrage werde von zunehmenden Geschäfts- und Urlaubsreisen angetrieben. Die Marktprognose liegt damit leicht über der des vergangenen Jahres, als Boeing mit 27 210 neuen Maschinen bis 2025 gerechnet hatte. Dies sei auch auf die erstmalige Einbeziehung des russischen Marktes zurückzuführen.

Insgesamt rechnet Boeing damit, dass die Fluggesellschaften in 20 Jahren 36 400 Passagier- und Frachtflugzeuge in Betrieb haben. Dies entspräche einer Verdopplung der heutigen Flotte. Boeings Optimismus nach der Krise vor einigen Jahren wird auch bei den Jahresprognosen deutlich. Der US-Konzern erwartet bis 2026 pro Jahr einen Anstieg des Passagiergeschäfts um fünf Prozent und ein Plus von 6,1 Prozent im Frachtgeschäft.

Zuletzt hatte sich Boeing bei den Bestellungen weit vor die EADS-Tochter Airbus geschoben. Für die Monate bis Ende Mai standen mit 417 Flugzeugen mehr als doppelt so viele Maschinen in den Büchern wie bei Airbus. Vor und auf der nächste Woche beginnenden Luftfahrtschau in Paris dürften bei beiden Flugzeugbauern zahlreiche weitere Großaufträge hinzu kommen. Boeing hatte im vergangenen Jahr erstmals seit 2000 Airbus bei den Bestellungen überflügelt.

Einem Zeitungsbericht zufolge steht Boeing kurz vor dem Abschluss eines weiteren Milliardengeschäfts. Wie die „Seattle Times“ meldete, will die Leasingfirma ILFC rund 50 Maschinen vom neuen Typ 787 Dreamliner im Gesamtwert von fünf Mrd. Dollar bestellen. Der Flugzeugbauer lehnte einen Kommentar ab, bei ILFC war zunächst niemand erreichbar. Boeing liegen bislang Aufträge von mehr als 75 Mrd. Dollar für das Flugzeug vor, das im kommenden Jahr in Betrieb gestellt werden soll. Der Dreamliner ist das Konkurrenzmodell zum A350 von Airbus.

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