Prognose für Nettoergebnis 2004 bekräftigt
Merck denkt an Akquisitionen in Europa und Asien

Wegen des Konkurrenzdrucks bei Generika in den USA und höherer Forschungsausgaben erwartet der Darmstädter Merck-Konzern in diesem Jahr sinkende operative Gewinne im Pharmageschäft. Dennoch denkt der Pharma- und Spezialchemiekonzern an weitere Zukäufe und arbeitet derzeit intensiv an möglichen Akquisitionen im Generikabereich. Das erklärte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Bernhard Scheuble, am Freitag auf der Hauptversammlung in Darmstadt.

HB FRANKFURT. „Das ist mehr als eine Absichtserklärung“, sagte Scheuble. „Wir befinden uns mit mehreren Firmen in der so genannten Due Dilligence“. Merck denke bei Zukäufen im Generikabereich nicht an Käufe in USA. Die Preise seien dort unvernünftig hoch. Merck denke eher an Investitionen im Generikasektor in Europa und in Asien. „Ich hoffe, dass ich ihnen in nicht allzu naher Zukunft hier etwas berichten kann“, sagte Scheuble. Ob Merck bereits bei der Vorlage der Quartalszahlen am 29. April mehr sagen könne sei noch offen. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, erklärte Scheuble.

Zugleich bekräftigte der Konzernchef, Merck wolle den Nettogewinn 2004 prozentual zweistellig steigern. Während das Betriebsergebnis in der Chemiesparte vermutlich steigen werde, werde der operative Gewinn in der Pharmasparte eher sinken.

Grund für den Gewinnrückgang sei unter anderem der starke Konkurrenzdruck bei Nachahmermedikamenten (Generika) in den USA. Dort habe Merck die exklusiven Vertriebsrechte für das Diabetesmittel Glucovance verloren. Außerdem seien die US-Lizenzeinnahmen für das Magenmittel Omeprazol von Schwarz Pharma in den USA vereinbarungsgemäß gesunken. Es seien zudem höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung geplant.

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