Prognose fürs Gesamtjahr
Nippon Steel strebt Rekordgewinn an

Der weltweit drittgrößte Stahlhersteller Nippon Steel hat seine Prognose für den ohnehin auf Rekordniveau vorhergesagten Gewinn im laufenden Geschäftsjahr erhöht - und das, obwohl die produzierten Stahlmengen zurückgehen.

HB TOKIO. Der japanische Konzern rechnet nach Angaben vom Donnerstag mit einem Nettogewinn von 310 Milliarden Yen (2,27 Milliarden Euro) - 17 Prozent mehr als bislang angenommen. Im vergangenen Jahr hatte Nippon Steel mit 220,6 Milliarden Yen bereits einen Rekordgewinn verzeichnet. Angetrieben werde das Geschäft im laufenden Jahr vor allem durch höhere Stahlpreise, die die geringeren Produktionsmengen mehr als ausglichen.

Analysten haben bislang im Schnitt mit einem Gewinn von 286,6 Milliarden Yen gerechnet. Für das erste Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einem Reingewinn von 180 Milliarden Yen statt wie bisher von 130 Milliarden Yen.

Im Juli hatte Nippon Steel angekündigt, die Produktion für einige Sorten Stahl dieses Jahr um 300&nbspp;000 Tonnen zu drosseln, um die Preise zu stützen. Insgesamt machen die Produktionseinschnitte weniger als ein Prozent der Gesamtherstellung des Unternehmens aus.

Auch die deutschen Stahlhersteller fuhren die Hochöfen zurück. Die deutsche Rohstahlproduktion ist im August wie in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Die deutschen Hüttenwerke erzeugten 3,32 Millionen Tonnen Rohstahl und damit 14,1 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Juli reduzierten sie ihren Ausstoß saisonbereinigt um 3,2 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres sank die Produktion von Rohstahl im Vergleich zum Vorjahr damit um 4,3 Prozent. Auch die Produktion von Roheisen ging im August zum Vorjahr um 15,6 Prozent zurück - auf 2,16 Millionen Tonnen.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl hatte erst unlängst ihre Produktionsprognose für Rohstahl für 2005 etwas gesenkt und zur Begründung erklärt, die Kunden hätten ihre Nachfrage wegen hoher Lagerbestände zurückgefahren. Für den Herbst erwarte die Branche allerdings wieder mehr Nachfrage.

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