Prognose gekappt
Zementbranche weicht Ziele auf

Deutschlands Zementindustrie hat ihr Geschäftsziel 2008 wegen der Finanzkrise kassiert und blickt äußerst skeptisch in das kommende Jahr. 2009 werde der inländische Zementverbrauch um drei bis vier Prozent zurückgehen, teilte der Branchenverband BDZ am Dienstag mit.

HB BERLIN. Deutschlands Zementindustrie hat ihr Geschäftsziel 2008 wegen der Finanzkrise kassiert und blickt äußerst skeptisch in das kommende Jahr. 2009 werde der inländische Zementverbrauch um drei bis vier Prozent zurückgehen, teilte der Branchenverband BDZ am Dienstag in Berlin mit. "Dieser ungünstige Trend wird sich voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2009 in aller Deutlichkeit durchsetzen." Für das ablaufende Jahr erwartet der Verband nur noch einen Anstieg des inländischen Zementverbrauchs von ein bis zwei Prozent. Ursprünglich hatte der BDZ ein Plus von fünf Prozent erwartet.

"Mit Skepsis bewertet die deutsche Zementindustrie die Aussichten der Branche im kommenden Jahr", hieß es. Das von der Bundesregierung geschnürte Konjunkturpaket biete allerdings Chancen, den Abschwung abzufedern. Der Bund will etwa Mittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und für Verkehrsinvestitionen aufstocken. Sorgen bereiten der Zementbranche nach eigenen Angaben aber hohe Energiekosten und die künftige Form des Emissionshandels.

Die Zementnachfrage gilt als Barometer für die Entwicklung der Baubranche. Diese stellt sich für 2009 bereits auf ein schwieriges Jahr ein. Der Wachstumsmotor Wirtschaftsbau droht im Zuge der Rezession ins Stottern zu geraten, während der Wohnungsbau weiter schwächelt. So erwartet auch der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ), dass die Zementnachfrage für den Wohnungsbau 2008 weiter zurückgeht. Positive Impulse lieferte hingegen die Sparte Nicht-Wohnbau, vor allem der Bau von Büro- und Verwaltungsgebäuden sei gut gelaufen.

Allerdings dürfte die Investitionszurückhaltung der Unternehmen 2009 auch in diesem Bereich für eine sinkende Nachfrage sorgen. Wegen des Konjunkturpakets setzt der BDZ hingegen auf eine gute Entwicklung beim Tiefbau. Der größte deutsche Zementhersteller HeidelbergCement tritt wegen der weltweit nachlassenden Bautätigkeit bereits auf die Kostenbremse und überprüft alle Investitionen und Ausgaben.

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