Prognose
Gerresheimer traut sich Prognose zu

Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer bleibt standhaft. Während viele andere Unternehmen in der Krise ihre Prognosen fürs laufende Jahr kassieren, bekräftigt Gerresheimer seinen Ausblick für 2009.

HB DÜSSELDORF. Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hat trotz der Wirtschaftskrise seine Prognose für das laufende Jahr bekräftigt. Das Umsatzwachstum dürfte im Kerngeschäft sechs bis sieben Prozent betragen, sagte Konzernchef Axel Herberg am Donnerstag in Düsseldorf laut Mitteilung. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei eine Marge von 19,0 bis 19,2 Prozent zu erwarten, nach 19,5 Prozent im Jahr 2008. Grund für den vorübergehenden Rückgang seien Einmaleffekte aus einer vergleichsweise hohen Anzahl an Produktanläufen sowie Generalüberholungen von Schmelzöfen.

Im ersten Quartal (Dezember bis Februar) sank das bereinigte Ebitda der MDax-Gesellschaft den Angaben zufolge um 10,9 Prozent auf 38,3 Mio. Euro. Grund seien Belastungen bei technischen Kunststoffen und Kapazitätsanpassungen. Der Umsatz ging leicht um 0,8 Prozent auf 237,3 Mio. Euro zurück. Die Ebitda-Marge sank entsprechend auf 16,1 (18,0) Prozent. Im Kerngeschäft liege die Marge bei 17,1 Prozent. Der bereinigte Gewinn lag im ersten Quartal bei 6,4 (9,9) Mio. Euro. Unbereinigt ergab sich hingegen ein Verlust von 1,1 Mio. Euro nach einem Gewinn von 2,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzern erfüllte damit die Erwartungen der Analysten. Insbesondere der Verlust fiel geringer als erwartet aus.

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage sei der Konzern in den Kernmärkten Pharma & Life Science weiter profitabel gewachsen, hieß es. Dabei sei es von Vorteil, dass sich die globalen Pharmamärkte unverändert als robust erwiesen. Der Umsatz des zum Verkauf stehenden Geschäftsbereichs Technische Kunststoffe halbierte sich im ersten Quartal hingegen auf 8,6 Mio. Euro. Erwartungsgemäß hätten einige Kunden der Pharma & Life Science-Industrie im ersten Quartal ihre Lagerbestände reduziert. Darüber hinaus habe es deutlich weniger Nachfrage nach hochwertiger Kosmetik gegeben.

Auch 2009 will der Konzern umfangreich in neue Produktlinien und den Ausbau der Kapazitäten investieren. Gerresheimer erwarte eine weiterhin steigende weltweite Nachfrage nach sicherer und anwenderfreundlicher medizinischer Versorgung. Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv. Die Aktie legte vorbörslich um 2,93 Prozent auf 14,42 Euro zu. Einer ersten Händlereinschätzung zufolge fielen die Zahlen „einen Tick besser als erwartet“ aus, wobei ihn das Unternehmen vor allem unter dem Strich positiv überrascht habe. Der Ausblick sei bestätigt worden und insgesamt sollte das Zahlenwerk die Aktien unterstützen.

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