Prognose gesenkt
Amgen kappt tausende Stellen

Wegen schleppender Verkäufe seines wichtigsten Medikaments will der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen tausende Arbeitsplätze streichen.

HB LOS ANGELES. Insgesamt solle die Zahl der Mitarbeiter um zwölf bis 14 Prozent gesenkt werden, das entspreche 2200 bis 2600 Stellen, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch nach New Yorker Börsenschluss mit. Die meisten Stellen sollen demnach bis zum kommenden Jahr abgebaut werden. Die Maßnahmen werden Amgen zufolge Kosten von 600 bis 700 Mill. Dollar verursachen.

Zudem senkte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach rechnet Amgen nun nur noch mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,13 Dollar bis 4,23 Dollar. Bisher hatte Amgen 4,28 Dollar je Aktie erwartet. Analysten rechnen mit 4,24 Dollar.

Der Umsatz mit Aranesp - einem Mittel gegen Blutarmut - war in den vergangenen Monaten kräftig gesunken. Grund sind Bedenken, wonach Medikamente zur Behandlung von Blutarmut bei Krebs- und Dialysepatienten zu aggressiv eingesetzt werden und schädlich sein könnten. Daraufhin hatten Ärzte den Einsatz des Mittels in einigen Fällen ganz gestoppt, in anderen kleinere Dosierungen eingesetzt.

Der Amgen-Aktienkurs legte nachbörslich um 1,8 Prozent zu. Zum Schluss der New Yorker Börse hatten die Papiere noch 1,42 Prozent verloren.

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