Prognose gesenkt
GM spürt Rabattschlacht im US-Markt

Der weltgrößte Automobilkonzern General Motors (GM) hat im zweiten Quartal 2003 wegen des heftigen Preiskrieges auf dem US-Markt deutlich weniger verdient als vor einem Jahr.

Reuters DETROIT. Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) ist trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs im zweiten Quartal optimistisch, im Gesamtjahr die Ergebnisprognosen der Analysten zu erfüllen oder sogar zu übertreffen. Der Netto-Gewinn im abgelaufenen Vierteljahr sei auf 901 Millionen oder 1,58 Dollar je Aktie von 1,3 Milliarden Dollar im Vorjahr gesunken, teilte GM am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt allerdings nur 1,19 Dollar je Aktie vorausgesagt. GM selbst hatte noch im Mai erklärt, Erwartungen von rund 1,20 Dollar je Aktie seien angemessen. Wie beim Konkurrenten Ford wurde das Ergebnis von der schwachen Autokonjunktur und teuren Kaufanreiz-Programmen belastet. Zudem begründete GM den Gewinnrückgang mit der vorübergehenden Schließung eines wichtigen Werkes in Oklahoma, das durch einen Tornado stark beschädigt worden war.

Die Aussichten für den Rest des Jahres beurteilte der Autokonzern optimistischer als bislang. So geht GM davon aus, im dritten Vierteljahr die Analystenprognose von 50 Cent Gewinn je Aktie ohne Berücksichtigung der Satelliten-TV-Tochter Hughes Electronics und einmaliger Faktoren zu übertreffen. Im Gesamtjahr werde der Gewinn pro Anteilschein vor Sonderposten in einer Spanne von 4,50 Dollar bis 5,00 Dollar liegen. Die durchschnittlichen Analystenprognosen liegen bislang bei 4,50 Dollar.

Auch der weltweit zweitgrößte Autokonzern Ford hatte bei Vorlage seiner Quartalszahlen am Mittwoch einen rückläufigen Autoabsatz und teure Rabattaktionen für einen Gewinneinbruch um 27 Prozent verantwortlich gemacht. Für das dritte Quartal prognostizierte Ford einen etwas höher als bisher erwarteten Verlust.

Der dritte der drei großen Konzerne in der US-Autometropole Detroit, die US-Tochter Chrysler des deutsch-amerikanischen Autokonzerns Daimler Chrysler, hat sein Quartalsergebnis noch nicht veröffentlicht. Allerdings hatte Daimler Chrysler erst kürzlich darauf verwiesen, dass der beinharte Preiskampf in den USA bei Chrysler im zweiten Quartal zu einem Milliarden-Verlust führen werde.

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