Prognose gesenkt
Nachahmer bedrängen Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat nach einem im Rahmen der Erwartungen liegenden zweiten Quartal aufgrund der Konkurrenz durch billigere Generika seine Umsatzprognose für 2007 gesenkt.

dpa-afx BASEL. Auf Konzernebene werde nun für 2007 mit einem Nettoumsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet und für die Pharmasparte mit einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich in Lokalwährungen, teilte der weltweit viertgrößte Pharmakonzern am Dienstag in Basel mit. Bisher war Novartis von einem Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent und einem Pharmaumsatz im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Im abgelaufenen zweiten Quartal steigerte Novartis - ohne die verkaufte Nutrition - den Umsatz um zehn Prozent auf 9,4 Mrd. Dollar (VJ: 9,182) und den Überschuss um 18 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar (VJ: 1,713).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 2,1 Mrd. Dollar in etwa auf dem Vorjahresniveau. Von der dpa-AFX Partneragentur AWP befragte Analysten hatten für die Monate April bis Juni einen Umsatz in Höhe von durchschnittlich 9,248 Mrd. Dollar vorausgesagt. Den Überschuss hatten sie bei 1,918 Mrd. Dollar erwartet und das operative Ergebnis bei 2,153 Mrd. Dollar.

Inklusive der verkauften Nutrition & Sante Medical Nutrition sowie Gerber wies Novartis ein Ebit von 2,216 Mrd. Dollar (VJ: 2,060) aus. Der Umsatz stieg von 9,182 Mrd. Dollar auf 10,122 Mrd.. Der Überschuss erhöhte sich auf 2,016 (VJ: 1,713) Mrd. Dollar.

Der ausgesetzte Verkauf von Zelnorm (Darmmittel) und die Generikakonkurrenz für Lotrel (Blutdruck) und Lamisil (Hauterkrankung) in den USA würden den Nettoumsatz der Pharmasparte auch im weiteren Verlauf des Jahres beeinträchtigen, begründete das Pharmaunternehmen die revidierte Jahresprognose. Insgesamt hätten diese Produkte 2006 für einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar erzielt.

Für das operative Ergebnis und den Überschuss auf dem fortgeführten Geschäft sagte Novartis hingegen auch für 2007 Rekordwerte voraus. Die weitere Umverteilung von Ressourcen im Bereich Pharma solle die Einführung neuer Produkte fördern und die Initiativen zur Produktivitätssteigerung beschleunigen. Der Erlös aus der Veräußerung nicht-strategischer Geschäftsbereiche will Novartis-Chef Daniel Vasella für weitere Zukäufe und Aktienrückkäufe einsetzen.

Der voll gefüllte Plan zur Einführung neuer Produkte und die soliden Wachstumsprognosen für das strategische Gesundheitsportfolio werden nach Meinung von Novartis das mittelfristige Wachstum bis 2010 und darüber hinaus stützen.

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