Prognose gestrichen
KWS Saat nimmt sich weniger vor

KWS Saat zieht nach einem Gewinnrückgang Konsequenzen: Die Ziele für das laufende Geschäftsjahr schrumpfen. Dennoch setzt der Saatguthersteller auf Wachstum und hofft auf steigende Umsätze.
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HamburgDer Saatguthersteller KWS Saat kappt nach einem Gewinnrückgang in den ersten neun Monaten die Geschäftsziele für das laufende Geschäftsjahr. Der Betriebsgewinn werde wegen negativer Währungseffekte um elf Prozent auf rund 134 (Vorjahr 150,7) Millionen Euro schrumpfen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen aus dem niedersächsischen Einbeck am Dienstag mit. Bislang war das Management lediglich von einem Ebit-Rückgang um acht Prozent auf 140 Millionen ausgegangen.

Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014 (bis 30. Juni) um bis drei Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro klettern. Hier hatte KWS bisher ein Plus von fünf Prozent in Aussicht gestellt. Die Ebit-Rendite werde voraussichtlich bei 11,4 Prozent liegen nach 13,1 Prozent im Vorjahr.

In den ersten neun Monaten sank der Betriebsgewinn auf 167,8 Millionen Euro von 186 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um rund fünf Prozent auf 922 Millionen Euro. Negative Währungseinflüsse hätten Umsatz und Ertrag belastet.

Im Gesamtjahr will KWS gut 13 Prozent des Umsatzes für Forschung und Züchtung ausgegeben. Im Vorjahr waren es 11,6 Prozent. Im kommenden Geschäftsjahr werde ein zweiter Forschungsstandort in den USA eröffnet. „Damit stärken wir unsere Position in der globalen Pflanzenforschung und bauen gleichzeitig unsere Präsenz in einem der wichtigsten Saatgutmärkte weiter aus“, erläuterte Vorstandschef Philip von dem Bussche. In China könne KWS im Geschäftsjahr 2015/2016 mit dem operativen Geschäft beginnen, da das Landwirtschaftsministerium die Genehmigung für das Gemeinschaftsunternehmen dort erteilt habe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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