Prognosen bekräftigt
EADS sieht gute Wachstumsperspektiven

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist für 2006 optimistisch. Mit der weiteren Erschließung vor allem asiatischer Märkte soll der Steigflug fortgesetzt werden.

HB AMSTERDAM/MÜNCHEN. EADS-Co-Chef Noel Forgeard bekräftigte am Donnerstag auf der Hauptversammlung, dass der Umsatz des Konzerns in diesem Jahr auf mehr als 37 Mrd. (Vorjahr: 34,2 Mrd) Euro steigen soll. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Firmenwertabschreibungen und Sonderposten werde voraussichtlich zwischen 3,2 und 3,4 Mrd. liegen und damit um etwa 15 Prozent über dem Vorjahreswert. „Das ist natürlich eine riesige Herausforderung“, sagte Forgeard. Man sei aber zuversichtlich, die Ziele über Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen sowie eine günstigere Wechselkursabsicherung zu erreichen.

Vor allem die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens wie China und Indien böten gute Wachstumsperspektiven, sagte Forgeard. Dort seien Flugzeug-Ausstattung und Infrastruktur teils noch in den Kinderschuhen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir dort auf einem Plateau von Wachstum angekommen sind, nicht an einer Spitze“, erklärte der EADS-Co-Chef. Der hohe Ölpreis zwinge zudem Fluggesellschaften weltweit zur Umstellung auf effizientere Maschinen. Auch die Nachfrage nach dem neuen Großraumflugzeug A380 werde steigen, erwartet Forgeard.

In diesem Jahr soll Airbus die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge von 378 Maschinen im vergangenen Jahr um zehn Prozent steigern und damit seine Führung vor dem Erzrivalen Boeing behaupten. Aber auch die anderen Sparten Rüstung und Raumfahrt trügen zunehmend zur Wertschöpfung bei, sagte Forgeard. In der Vergangenheit habe EADS teils darunter gelitten, dass eine Reihe von Programmen in der Entwicklungsphase gesteckt habe, nun komme man mit wichtigen Projekten in die Phase der Auslieferung. „Das gibt neuen Schwung auf dem Markt.“

Mit der möglichen Übernahme der restlichen 20 Prozent, die der britische Rüstungskonzern BAE Systems an Airbus hält, will EADS die Anteilseignerstruktur vereinfachen. Man begrüße die Gelegenheit zur Aufstockung der Anteile auf 100 Prozent, die sich durch die Verhandlungen mit BAE biete, sagte Arnaud Lagardère, Co-Vorsitzender des EADS-Verwaltungsrates. Ein Ergebnis der Konsultationen sei aber noch nicht absehbar. Erst vor wenigen Tagen hatte EADS mitgeteilt, dass die Verhandlungen mit BAE in eine neue Phase gekommen seien. BAE habe der EADS eine grundsätzliche Absichtserklärung über einen möglichen Verkauf des 20-Prozent-Anteils an Airbus übermittelt.

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