Prognosen für 2005 bekräftigt
Adidas bleibt Nike auf den Fersen

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller will bis 2008 seinen Umsatz in Asien verdoppeln. Für das laufende Jahr wurden die Gewinn- und Umsatzziele von Adidas insgesamt zudem bekräftigt.

HB MÜNCHEN. Für 2005 erwarte Adidas ein Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, bekräftigte Adidas-Chef Herbert Hainer beim jährlichen Investorentag des Unternehmens am Mittwoch. Beim Nettogewinn rechne die Herzogenauracher Firma mit einem Zuwachs von 20 %.

Zudem bestätigte Adidas die mittelfristige Planung nach der 3,1 Mrd. € teuren Übernahme des US-Konkurrenten Reebok. Für den fusionierten Konzern erwartet Adidas mittelfristig jährlich ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich und ein Plus beim Nettogewinn im zweistelligen Prozentbereich. Die operative Marge soll auf mehr als elf Prozent steigen. Adidas erreichte zuletzt neun Prozent.

In Asien will Adidas seinen Umsatz bis 2008 auf mehr als zwei Mrd. € verdoppeln. 2004 hatte der Umsatz in Asien gut eine Milliarde Euro betragen.

Marketingchef Erich Stamminger bekräftigte, dass der Umsatz mit Fußballprodukten im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten solle. Stamminger kündigte zur WM die größte Markenkampagne in der Geschichte des Unternehmens an. Adidas ist bei dem Weltturnier Partner des Fußball- Weltverbandes FIFA.

Mit der Reebok-Übernahme will Adidas zum Branchenprimus Nike aufschließen und vor allem seine Präsenz im für die Branche wichtigsten Markt, den USA, ausbauen. Das eigene Geschäft in den USA hatte Adidas mühsam auf Vordermann gebracht. Pro Reebok-Aktie will Adidas 59 Dollar in bar bezahlen. Die Übernahme soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Von den US-Kartellbehörden hat Adidas bereits die Genehmigung zur Fusion erhalten. Die Zustimmung durch die EU-Kartellbehörde und grünes Licht von den Reebok-Aktionären stehen noch aus.

Der Verkauf der Wintersportmarke Salomon an die finnische Amer Sports liege im Plan und werde in Kürze abgeschlossen, sagte Hainer. Die Adidas-Aktie lag am Mittwoch in einem schwächeren Gesamtmarkt 0,9 % im Minus bei 150,54 €. Die Reebok-Aktie war am Dienstag mit 57,54 Dollar aus dem Handel gegangen.

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