Prognosen übertroffen
Conti durchbricht Gewinn-Milliarde

Der Reifenhersteller verlagert die Produktion in Billigländer und steigert gnadenlos die Effizienz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nicht nur beim Gewinn sind Rekorde zu verzeichnen, auch der Umsatz steigt stetig. Das Unternehmen schüttet für 2004 eine höhere Dividende aus und macht Hoffnung auf weitere Steigerungen.

HB DÜSSELDORF. Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental hat 2004 erstmals einen operativen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Für dieses Jahr stellte das Unternehmen am Donnerstag weitere Rekorde in Aussicht. „Für das Geschäftsjahr 2005 erwarten wir eine erneute Steigerung des Konzern-Umsatzes sowie auch des operativen Konzernergebnisses“, bekräftigte Konzernchef Manfred Wennemer anlässlich der Bilanzvorlage in Hannover.

Im vergangenen Jahr hatte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 1,096 Mrd. Euro erhöht von zuvor 855 Mill. Euro. Darin seien die finanziellen Lasten von 104 Mill. Euro aus der Teilschließung des Reifenwerks im US-Bundesstaat Kentucky enthalten, gab der Vorstand bekannt.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Nachsteuerergebnis von 1,041 Mrd. Euro gerechnet. Unter dem Strich verblieb Conti ein Gewinn von rund 674 Mill. Euro, im Vorjahr waren es 314 Mill. Euro. Der Konzernumsatz stieg von 11,5 auf 12,6 Mrd. Euro.

Der Reifenhersteller will in diesem Jahr seine Rekordfahrt trotz der stagnierenden Autokonjunktur fortsetzen. Dabei setzt das Unternehmen auch auf einen weiteren Ausbau seiner Produktion in Niedriglohnländern. Conti erwäge zudem im Reifengeschäft in den nächsten 24 Monaten einen Werksneubau in Europa, sagte Konzernchef Wennemer. Ein möglicher Standort sei Litauen.

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