Industrie

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Projekt Desertec: Mega-Solarkraftwerk in Marokko geplant

Die Wüste Nordafrikas könnte zum Mega-Solarkraftwerk werden. Im Rahmen des Desertec-Projekts soll ein riesiges Pilotkraftwerk in Marokko gebaut werden. Kostenpunkt: zwei Milliarden Euro.

Wüstenstrom (hier ein Bild aus Israel) soll Nordafrika mit Energie versorgen - und auch noch Europa exportiert werden. Quelle: ap
Wüstenstrom (hier ein Bild aus Israel) soll Nordafrika mit Energie versorgen - und auch noch Europa exportiert werden. Quelle: ap

München/BerlinZwei Jahre nach dem Start der Wüstenstrominitiative Desertec soll die Verwirklichung des Mammutprojekts näher rücken: Ein Pilotkraftwerk will die Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative (DII) einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge in Marokko errichten. „Der Bau soll 2012 beginnen“, sagte Projektleiter Ernst Rauch von Munich Re, Gesellschafterin und Desertec-Initiator, dem Blatt. Der erste Strom könnte 2014 fließen.

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Für das Projekt sind Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro nötig. Die Kapazität solle bei 500 Megawatt liegen - der Hälfte eines Atomkraftwerks. Allein die Kosten für die erste Baustufe, ein Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt, veranschlagt die Initiative bis zu 600 Millionen Euro. „Je nach Technik kann 2014, spätestens 2016, der erste Strom fließen“, kündigte Rauch an.

Die Energie solle lokal verwendet, aber auch nach Europa exportiert werden. Bis 2050 sollen bis zu 15 Prozent der europäischen Stromnachfrage über Öko-Energien - vor allem Solarstrom - aus Nordafrika gedeckt werden. Insgesamt kann dies bis zu 400 Milliarden Euro kosten. An der Industrieinitiative Desertec sind auch deutsche Konzerne wie Siemens und Eon beteiligt.

  • 30.10.2011, 11:55 UhrJKeitel

    Dieses Projekt möge gelingen und dann der Schwachsinn aufhören in der norddeutschen Tiefebene Minisolaranlagen zu errichten und Deutschland mit umweltschädlichen Biogasanlagen zuzupflastern, ohne eine Problemlösung zu erreichen, dafür aber neue Probleme zu schaffen.

  • 29.10.2011, 11:31 Uhrshrinkhead

    Der Bau soll 2012 beginnen“, sagte Projektleiter Ernst Rauch ... Der erste Strom könnte 2014 fließen.
    wenige Zeilen weiter
    „Je nach Technik kann 2014, spätestens 2016, der erste Strom fließen“, kündigte Rauch an.

    Der Netzausbau mit HGÜ durch Europa bis dahin ist wesentlich. Hoffentlich wird damit sofort angefangen. Vorbelastete Trassen, wie entlang von Autobahnen oder Schienenstrecken bieten sich an. Das spart auch langwierige Genehmigungsverfahren.

    Ob dann am Ende nicht vielleicht Photovoltaik angeschlossen wird, zeigt sich. Heute könnte für das gleiche Budget bereits PV gekauft werden, mit sicherem Anschluss bereits 2012.

  • 29.10.2011, 08:17 UhrEnergieelite

    in Marokko ?

    Ich glaube noch Ägypten und Libyen im Ohr zu haben .

    Ihre Standorte für diese Technik ändert sich genauso schnell wie die Politik in den in frage kommenden Länder dieser Solaranlagen .
    Und wenn sie in Marokko gebaut sind wird die Wüste Elektrifiziert , auch wenn es dort keiner gebrauchen kann .
    In Europa kommt der Strom nur an, wenn ein Kabel sehr verlustreich es dort hin transportiert. Vorausgesetzt es wird nicht "angezapft "

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