Projekt in Norwegen
Allianz stockt Anteile an Gas-Pipeline auf

Die Private-Equity-Sparte der Allianz übernimmt ein zusätzliches Paket vom Öl- und Gas-Konzern Total. Als Investments für milliardenschwere Policeneinnahmen stehen Infrastruktur- und Energieprojekte derzeit hoch im Kurs.
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München

Die Allianz investiert weiter große Summen in eine strategisch wichtige Gas-Pipeline in Norwegen. Es sei ein zusätzlicher Anteil von 6,4 Prozent an dem Transport-Projekt Gassled erworben worden, teilte Europas größter Versicherer am Mittwoch mit. Der Wert der Transaktion belaufe sich auf umgerechnet 580 Millionen Euro. Die Private-Equity-Sparte der Allianz übernimmt das Paket vom französischen Öl- und Gas-Konzern Total.

Bereits am Montag war die Allianz zusammen mit einem Pensionsfonds aus Kanada und dem Staatsfonds von Abu Dhabi bei Gassled eingestiegen. Der norwegische Energie-Gigant Statoil hatte eine Beteiligung von 24,1 Prozent der Gassled-Anteile für umgerechnet gut 2,2 Milliarden Euro abgegeben. Die Allianz hat an diesem Paket rund 30 Prozent übernommen, also rund 700 Millionen Euro investiert.

Die Pipeline bringt Gas aus Norwegen in europäische Länder wie Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Allein 2010 waren es rund 100 Milliarden Kubikmeter. Dies entspricht in etwa einem Sechstel des jährlichen Gas-Konsums in der EU. Nur die Importe aus russischen Quellen sind noch wichtiger.

Für die Private-Equity-Tochter der Allianz ist es der größte Deal seit langem. Da Staatsanleihen vielfach riskant geworden sind oder wie im Falle Deutschland nur eine geringe Rendite abwerfen, suchen Versicherer verstärkt nach alternativen Investments für ihre milliardenschweren Policeneinnahmen. Infrastruktur- und Energieprojekte stehen derzeit neben Immobilien hoch im Kurs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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