Prozessauftakt
Porsches Ex-Finanzchef bestreitet Vorwürfe

Ex-Porsche-Finanzchef Holger Härter gibt sich siegessicher: Er will von Verfehlungen während des gescheiterten Angriffs auf VW nichts wissen. Er wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Materie nicht zu durchblicken.
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StuttgartDer wegen Kreditbetruges angeklagte frühere Porsche-Finanzchef Holger Härter betrachtet die Anschuldigungen gegen ihn als haltlos. „Ich weise die Vorwürfe eindeutig zurück. Sie sind nachweisbar unrichtig und ich werde das jetzt in der Gerichtsverhandlung in meiner gewohnten Gelassenheit vortragen und auch die Dinge klarstellen“, sagte der 56-Jährige am Mittwoch kurz vor dem Prozessbeginn im Landgericht Stuttgart. In der Verhandlung selber warf er der Anklagebehörde schwere handwerkliche Fehler vor.

Nach Lesart der Staatsanwaltschaft sollen der einstige Top-Manager und zwei seiner damaligen Führungskräfte aus der Porsche-Finanzabteilung einer Bank wichtige Angaben verheimlicht haben, um während des turbulenten Übernahmeversuchs bei Volkswagen vor rund dreieinhalb Jahren leichter an fehlendes, frisches Geld zu kommen.

In dem Verfahren vor der 11. Großen Wirtschaftsstrafkammer unter Vorsitz von Richter Roderich Martis geht es um die strafrechtliche Aufarbeitung eines der spektakulärsten Wirtschaftskrimis aus der Autobranche. Hintergrund der Anklage gegen Härter und seine zwei Abteilungsleiter sind komplizierte Finanzgeschäfte bei der 2009 gescheiterten Übernahmeschlacht der Schwaben gegen den VW-Konzern.

In einer rund einstündigen Erklärung gab sich Härter zum Start des Prozesses siegessicher. Er warf der Staatsanwaltschaft vor, bei ihren Ermittlungen einen zentralen Begriff der englischsprachigen Finanzwelt falsch übersetzt zu haben und die Anklage damit auf falschen Voraussetzungen aufzubauen.

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  • Für das damals hochgelobte Superhirn lt. "Managermagazin"
    wird es auf Grund seines Größenwahns mit dem Handel von Eurex Optionen eng. Größenwahn brach ihm und Porsche das Genick - so wie vielen in kürze! an den Weltbörsen.

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