P+S-Pleite
Land sagt Hilfen für P+S-Zulieferer zu

Die Insolvenz der P+S-Werften zieht auch zahlreiche Zuliefererunternehmen in Mitleidenschaft. Die können allerdings nun auf Hilfen vom Land hoffen. Derweil ist für die insolvente Werft noch kein neuer Investor in Sicht.
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Stralsund/SchwerinFür die von der Insolvenz der P+S-Werften betroffenen Zulieferunternehmen soll Hilfe vom Land kommen. Dafür stünden die Instrumente von Landesbürgschaften, Ausfallbürgschaften der Bürgschaftsbank sowie zinsverbilligte Darlehen bis zu einer Summe von jeweils 500.000 Euro zur Verfügung, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag in Schwerin. Unterdessen erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin, dass die Werften selbst nicht auf Gelder des Bundes hoffen könnten. Auch Sonderhilfen der staatlichen KfW-Bank seien ausgeschlossen.

Der am Donnerstag eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann sprach am Freitag vor der Belegschaft in Stralsund. Anschließend wollte er die Mitarbeiter in Wolgast informieren. Die P+S-Geschäftsführung hatte angekündigt, Brinkmann „konsequent unterstützen“ zu wollen.

Ein potenzieller Käufer für den insolventen Schiffbauer ist nicht in Sicht. Die auf den Marine- und Megajachtenbau spezialisierte Lürssen-Werft hat keinerlei Kaufinteresse, auch nicht an der Peene-Werft in Wolgast, wie die Geschäftsleitung in Bremen mitteilte. In den vergangenen Tagen war über Lürssen als möglichen Investor spekuliert worden. Das Fortführungskonzept des P+S-Geschäftsführers Rüdiger Fuchs sah einen Verkauf der Wolgaster Werft vor, weil sie seiner Einschätzung zufolge im Gegensatz zu Stralsund über ein „im Kern tragfähiges Geschäftskonzept“ verfügt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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