PSA-Chef Carlos Tavares Liebesgrüße aus Detroit

Der PSA-Chef macht den Deutschen Hoffnung. Opel soll eine deutsche Marke mit deutschen Mitarbeitern und Ingenieuren bleiben. Die Autos könnten auch auf den amerikanischen Markt kommen.
Update: 18.01.2018 - 08:26 Uhr Kommentieren
PSA-Chef Carlos Tavares will bei Opel weiter deutsche Ingenieure sehen und deutet eine Expansion in die USA an. Quelle: AFP
Charme-Offensive

PSA-Chef Carlos Tavares will bei Opel weiter deutsche Ingenieure sehen und deutet eine Expansion in die USA an.

(Foto: AFP)

Detroit Während in Deutschland die Gewerkschaften bei Opel mobil machen, startet der Chef des Mutterkonzerns PSA, Carlos Tavares, im fernen Detroit eine Charme-Offensive. Die Marke Opel soll deutsch bleiben und sei verantwortlich für den Erfolg des Konzerns – auch in Amerika.

„Ich bin kein Markensammler“, sagte Tavares auf dem Automotive News Congress, der parallel zur Automesse in Detroit stattfindet. Aber er wollte unbedingt eine deutsche Marke haben und werde sicherstellen, dass sie auch deutsch bleibt. Wie er das anstellen will? „Die Stil-Leute werden Deutsche sein, die Ingenieure werden Deutsche sein, die Autos werden in Deutschland gefertigt werden. Das heißt, dass es eine deutsche Marke bleiben wird“, so der Chef.

Mit Blick auf die Kollegen in Frankreich fügt er vor dem überwiegend amerikanischen Publikum hinzu: „Auch wenn viele französische Ingenieure das vielleicht nicht mögen, sie müssen anerkennen, dass viele Kunden in der Welt wegen des guten Rufs der deutschen Ingenieure deutsche Autos wollen. Deshalb muss ich eine deutsche Marke haben“.

Auch bei dem geplanten Einstieg in Amerika werden die Deutschen laut Tavares eine wichtige Rolle spielen. Dort will er zunächst mit Car-Sharing-Angeboten auf den Markt kommen. So könnten sich die Kunden an die Autos gewöhnen und PSA könne wichtige Daten sammeln und verstehen, wie die amerikanischen Kunden ticken. Erst danach werde PSA in den Einzelhandel gehen.

Und dabei soll Opel helfen: „Die Übernahme von Opel ist ein weiterer Grund, warum wir mit unseren Plänen erfolgreich sein werden“, gibt sich Tavares zuversichtlich. „Wir haben den Opel-Ingenieuren die Verantwortung gegeben, dafür zu sorgen, dass wir alle Anforderungen in den USA erfüllen“, sagte Tavarez. „Das heißt nicht, dass wir mit Opel als Marke in die USA gehen. Aber es schließt das auch nicht aus. Wir werden die Entscheidung bald bekannt geben“.

Laut Tavarez war PSA auch deshalb in der Lage, das Ruder so schnell herumzureißen, weil die Gewerkschaften 2013 so „reif“ gewesen seien, die Lage zu erkennen. „Opel ist PSA im Jahr 2013. Lassen Sie uns PSA mit Opel wiederholen.“

Er sei sehr zuversichtlich, dass er es schaffen werde: „Die Franzosen haben es geschafft. Deshalb sagen sich die Deutschen: Dann schaffen wir es auch“, sagt er mit einem Lachen.

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