Puma-Eigentümer
PPR interessiert sich für Brioni-Anzüge

Der französische Luxuskonzern PPR soll Kreisen zufolge eine Übernahme des Familienunternehmens Brioni prüfen. Ein Insider sagte, dass das Management noch gespalten sei.
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ParisPuma-Sportkleidung und Brioni-Anzüge könnten bald aus dem gleichen Konzern kommen. Der französische Luxuskonzern PPR prüft Kreisen zufolge eine Übernahme des italienischen Familienunternehmens Brioni. Der Preis könnte bei 350 Millionen Euro liegen, sagten zwei mit den Verhandlungen Vertraute am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ hatte berichtet, dass PPR bereits bei der eingehenden Buchprüfung von Brioni sei. Einer der Insider warnte aber, der Verkauf sei noch lange nicht ausgemachte Sache. PPR schaue sich Brioni zwar seit langem an, das Management sei aber gespalten.

In Deutschland wurde die italienische Marke einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder bevorzugt Brioni-Anzüge trug. Auch der Film-Geheimagent James Bond trägt Brioni. Dem Management von PPR gehört auch der frühere Puma-Chef Jochen Zeitz an. Übernahmen durch französische Firmen waren in Italien zuletzt ein Politikum. In diesem Jahr war bereits der Schmuckhersteller Bulgari von LVMH geschluckt worden, und der Lebensmittelkonzern Parmalat geht an Lactalis. Brioni sucht bereits seit 2008 einen externen Investor, der Prozess war aber in der Finanzkrise zunächst im Sande verlaufen.

Der „Corriere della Sera“ zufolge hat Brioni im vergangenen Jahr 190 Millionen Euro umgesetzt, bei einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 25 Prozent. Abzüglich der rund 90 Millionen Euro Verbindlichkeiten entspräche der gehandelte Kaufpreis dem Zwölffachen des Ebitda. Damit würde Brioni Bankern zufolge in etwa so hoch bewertet wie Hugo Boss.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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