P&G hat bald alleine das Sagen
Wella-HV beschließt Zwangsabfindung für Kleinaktionäre

dpa-afx FRANKFURT. Die Hauptversammlung des Kosmetikherstellers Wella AG hat am Mittwochabend in Frankfurt am Main den Zwangsausschluss der verbliebenen Minderheitsaktionäre beschlossen. Damit machte sie den Weg für die vollständige Übernahme der Wella AG durch den US-Konzern Procter &  Gamble (P & G) frei. Vertreter der Kleinaktionäre hatten bereits zuvor weiteren Widerstand gegen die Eingliederung des Darmstädter Unternehmens in den Konsumgüterkonzern angekündigt.

Procter & Gamble hielt zuletzt mehr als 95 Prozent des Wella-Grundkapitals und erfüllte damit die Voraussetzungen, um den Zwangsausschluss ("Squeeze-Out") zu beantragen.

Während der zweitägigen Hauptversammlung hatten Minderheitsaktionäre der Wella-Führung schwere Fehler im Zusammenhang mit der Übernahme vorgehalten. Mit dem Abschluss eines Beherrschungsvertrags im Sommer 2004 habe sie das Unternehmen zu einem bloßen Lizenzgeber und Lohnfertiger für P & G gemacht. Die beschlossene Zwangsabfindung von 80,37 Euro je Aktie kritisierten die Kleinaktionäre als viel zu niedrig.

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