Puppen und Lernspielzeug im Trend
Spielwarenbranche fürs Weihnachtsgeschäft optimistisch

Die deutsche Spielwarenbranche blickt trotz Geburtenrückgang und Kaufzurückhaltung erwartungsvoll auf das Weihnachtsgeschäft.

HB NÜRNBERG. Man rechne mit einer leichten Umsatzsteigerung auf etwa 3,3 Mrd. € im Gesamtjahr, teilten Verbandsvertreter am Montag in Nürnberg mit. Neben klassischem Spielzeug wie Puppen und Puzzles sollen das Sammelkartenspiel „Duel Masters“ und die Fußball- Aktionsfiguren „Kick-O-Mania“ die Kassen klingeln lassen. Die Spielzeugpreise sollen weitgehend stabil bleiben.

Die Branche macht 40 % ihres Jahresumsatzes in den Wochen vor Weihnachten. „Es ist ein kleines Wunder, dass wir den Inlandsmarkt stabil halten können“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels, Willy Fischel. 2003 lag das Umsatzvolumen bei 3,25 Mrd. €. Die Ertragslage bleibe aber äußerst angespannt, sagte Fischel.

Die Zeit der Rabattschlachten sei vorbei: „Kein Unternehmer kann mit dem Rotstift Geld verdienen.“ Nach Angaben des Marktforschers eurotoys achten die Verbraucher allerdings auch bei Spielwaren verstärkt auf den Preis. Produkte, die mehr als 50 € kosten, verkauften sich dieses Jahr deutlich schlechter, hieß es. Die Kaufkraft der Kinder und Jugendlichen sei trotz der seit Jahren sinkenden Geburtenrate jedoch ungebrochen. Marktschätzungen zufolge verfügen die 6- bis 13-Jährigen über sechs Mrd. €. Daneben gelte es, das Potenzial im Erwachsenenmarkt weiter auszuschöpfen, sagte Fischel. Die „großen Kinder“ seien eine wichtige Zielgruppe.

Der „Megatrend“ des Sommers waren die „Scoubidous“ für die 8-14- Jährigen. Die bunten Plastikbänder verkauften sich Branchenangaben zufolge 50 Mill. Mal. Für steigende Umsätze sorgten auch Tierfiguren aller Art. Ein großes Thema für die Jungen seien „Ritter und Burgen“, die Mädchen begeisterten sich für die „Diddl-Maus“. Nach Angaben des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie sank der Wert der in Deutschland produzierten Spielwaren 2003 leicht auf 1,22 Mrd. €. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich um sieben Prozent auf 13 200. Dagegen stieg das Importvolumen um 4,2 % auf 2,73 Mrd. €, davon entfielen allein 1,5 Mrd. € auf China.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%