Puppenhersteller: Zapf kann Umsatz stabilisieren

Puppenhersteller
Zapf kann Umsatz stabilisieren

Europas führender Puppenhersteller Zapf Creation hat seinen Verlust im vergangenen Jahr mehr als halbiert, ist aber noch nicht überm Berg. Derweil ist wieder offen, wer künftig an der Konzernspitze stehen soll.
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Rödental/MünchenDer Umsatz des Puppenherstellers stabilisierte sich nach deutlichen Rückgängen: 2010 lag er mit 79,0 Millionen Euro um 0,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Mit innovativen Kreationen wie der Ballettpuppe „Jolina Ballerina“ oder dem Zwillingspaar „Sam & Sally“ will der Hersteller, der Klassiker wie „Baby Born“, „Baby Annabell“ und „Chou Chou“ in seinem Programm hat, weiter punkten.

Der Verlust verringerte sich 2010 wegen spürbar reduzierter Finanzaufwendungen und niedrigeren Ertragssteuern auf 4,6 Millionen Euro nach 11,1 Millionen Euro im Vorjahr, wie die Zapf Creation AG am Montag in Rödental bei Coburg berichtete. Nach langwierigen Verhandlungen sei es gelungen, die Konzernfinanzierung auf neue Füße zu stellen, erklärte Unternehmenssprecher Gerolf Werning. Eine nicht bekannte Investorengruppe habe Bankverbindlichkeiten in Höhe von 20,1 Millionen Euro übernommen.

Die verbliebenen 9,0 Millionen Euro seien Ende Januar 2011 komplett zurückgezahlt worden. „Wir nähern uns Schritt für Schritt unserem langfristigen Ziel, wieder schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte Werning.

Im Vorstand der Zapf Creation kehrt aber noch keine Ruhe ein. Der Spanier Jaime Ferri Llorens, der erst Mitte Februar Interimschef Ron Oboler abgelöst hatte, werde aus gesundheitlichen Gründen nach nur zwölf Tagen von seinem Amt zurücktreten, hieß es in einer Mitteilung. Oboler war vor gut einem Jahr vom US-amerikanischen Mehrheitseigner MGA als Nachfolger von Stephan M. Brune eingesetzt worden, der das Unternehmen 16 Monate lang leitete. Mitte 2010 hatte auch Finanzvorstand Jens U. Keil die Zapf Creation verlassen. Er wurde durch die Leiterin der Controllingabteilung, Hannelore Schalast, ersetzt. Über die Nachfolge Llorens' werde der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit entscheiden, hieß es.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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