Puppenhersteller
Zapf sieht Licht am Ende des Tunnels

Der angeschlagene Puppenhersteller Zapf Creation hat 2006 den operativen Verlust aus dem Vorjahr praktisch wettgemacht. Unterm Strich blieben aber erneut rote Zahlen.

HB MÜNCHEN. Wie Zapf am Donnerstag mitteilte, belief sich der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) einschließlich der Kosten für die Restrukturierung und Einmaleffekten nur noch auf rund 800 000 Euro nach 12,3 Mill. Euro im Jahr zuvor. Um die Aufwendungen bereinigt verdiente Zapf nach vorläufigen Zahlen 5,4 Mill. Euro. 2005 war noch ein Minus von 6,2 Mill. Euro angefallen.

Zapf war in die Krise geraten, weil sich seine Funktionspuppen, die weinen oder gebadet werden können, nur noch schwer verkauften. Auch 2006 setzte Zapf vier Prozent weniger um und kam auf Erlöse von 116,1 Mill. Euro. Das Weihnachtsgeschäft war ein kleiner Hoffnungsschimmer: Der Umsatz stieg gegenüber dem des Vorjahres um zehn Prozent. Um wieder in die Gewinnzone zu kommen, hatte Zapf ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt, das einen massiven Arbeitsplatzabbau umfasst.

In den Zahlen nicht mehr enthalten ist das Zapf-Geschäft in Nord-, Mittel- und Südamerika. Den Vertrieb dort hat der neue Zapf-Großaktionär MGA Entertainment übernommen, Zapf daher seine Aktivitäten dort eingestellt. Endgültige Zahlen will Zapf am 28. März veröffentlichen.

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