Puppenhersteller
Zapf streicht weitere Stellen

Der finanziell angeschlagene Puppenhersteller Zapf AG will weitere hundert Stellen streichen. Vor einem Jahr hatte der „Baby-Born“-Produzent noch mehr als 400 Mitarbeiter. Doch die Zeiten sind längst vorbei.

HB MÜNCHEN. Der amerikanische Großaktionär MGA Entertainment greift immer stärker in das operative Geschäft des Puppenherstellers ein. Das fränkische Unternehmen baut im Zuge dessen weitere Stellen ab. Vertrieb und Marketing würden vom Firmensitz in Rödental bei Coburg zur Deutschland-Zentrale von MGA nach Darmstadt verlagert, teilte Zapf am Mittwoch mit. Die Beschaffung und die technische Produktentwicklung werden vom 1. Januar an ohnehin von MGA übernommen. Dafür werde das Design wieder in Rödental konzentriert, wo dadurch sechs Arbeitsplätze aufgebaut werden.

Unter dem Strich werde sich die Zahl der Mitarbeiter dadurch auf 240 von 334 Ende September verringern. In Rödental fielen 45 Stellen weg, wobei Zapf die natürliche Fluktuation nutzen will, um die Zahl der Kündigungen möglichst klein zu halten. Mit den Arbeitnehmervertretern würden sofort Gespräche aufgenommen. Um aus der Krise zu kommen, hat Zapf bereits 160 Stellen abgebaut. In Schwierigkeiten geraten war Zapf, weil sich ihre Puppen, die gebadet werden und weinen können, vor allem in Deutschland und den USA schlecht verkauften.

Über Kosteneinsparungen und Kooperationsvereinbarungen mit dem US-Spielehersteller MGA Entertainment will Zapf wieder auf die Füße kommen. Dazu gibt Zapf seine Aktivitäten in den USA auf, den Vertrieb dort übernimmt MGA. Zudem gehen Beschaffung und technische Produktentwicklung in Hongkong und China an MGA. Im Zuge dessen werden bei Zapf in China 90 Stellen abgebaut. Die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter werden von MGA übernommen.

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