Puppenhersteller zieht sich zurück
Zapf stellt Produktion in Deutschland ein

Der börsennotierte Puppenhersteller Zapf Creation stellt seine Fertigung in Deutschland ein. Künftig werde man nur noch in Fernost produzieren, teilte das Unternehmen am Freitag in Rödental bei Coburg mit.

HB/dpa RÖDENTAL. Bislang seien im Werk Rödental ohnehin nur noch hochwertige Künstler- und Sammlerpuppen hergestellt worden. „Schon bislang haben wir 95 % unserer Produkte in Fernost herstellen lassen“, sagte Unternehmenssprecherin Monika Collée.

Zur Begründung sagte die Sprecherin, der Umsatz der bislang in Oberfranken gefertigten Künstler- und Sammlerpuppen sei wegen der andauernden Konjunkturflaute zwischen 2000 und 2002 um 30 % auf 2,8 Mill. € zurückgegangen. Dem hätten steigende Personal- und Marketingkosten gegenüberstanden. Die Dollarschwäche im Geschäftsjahr 2003 habe diesen Trend noch verstärkt.

Künftig wolle man sich auf das Kerngeschäft, die Herstellung von Spiel- und Funktionspuppen konzentrieren, hieß es. Für die 78 betroffenen Beschäftigten in der Rödentaler Produktion werde gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Sozialplan erarbeitet. In Rödental soll nur noch ein Kompetenzteam für den Bereich Produktion erhalten bleiben.

Zapf beschäftigt weltweit rund 530 Mitarbeiter. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Zapf mit einem Umsatz- und Gewinnzuwachs im operativen Geschäft von jeweils 15 %. Wegen der Sonderbelastungen im Personalbereich auf Grund des sozialverträglichen Arbeitsplatzabbaus werde es aber einen Gewinneinbruch im unteren Mill. €-Bereich geben.

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