Industrie
Qiagen erfüllt Gewinnerwartungen

Das deutsch-niederländische Biotechnologieunternehmen Qiagen hat im dritten Quartal 2004 seinen operativen Gewinn wie von Analysten erwartet gesteigert. Konzernchef Peer Schatz geht für 2005 von einer guten Entwicklung bei Diagnosetests aus und hob deshalb seine Umsatzerwartung leicht an.

HB FRANKFURT. In den Monaten Juli bis September sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um acht Prozent auf 20,9 Millionen Dollar gestiegen, teilte das im Tecdax gelistete Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 21 Millionen Dollar gerechnet. Der Umsatz blieb mit 90,4 Millionen Dollar stabil. Unter dem Strich verdiente Qiagen 12,6 (Vorjahr: 11,8) Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei neun Cent.

Konzernchef Peer Schatz sagte im Gespräch mit Reuters, das Umsatzwachstum werde 2005 bei etwa 15 Prozent liegen und damit leicht über dem bislang angepeilten Umsatzziel von 400 Millionen Dollar. Schatz bekräftigte, für das vierte Quartal rechne er mit einem Umsatz von 92 bis 95 Millionen Dollar und einem Gewinn je Aktie von neun bis zehn Cent.

„Das Umsatzwachstum wird 2005 währungsbereinigt wohl etwas höher sein als das Wachstum, das wir 2004 sehen werden“, prognostizierte Schatz am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Das Wachstum werde voraussichtlich bei etwa 15 Prozent liegen. Damit werde Qiagen das bislang angepeilte Umsatzziel von 400 Millionen Dollar im kommenden Jahr leicht übertreffen können. Wachstumstreiber werde der Markt für Diagnose-Tests sein. Zugleich bekräftigte Schatz die Prognosen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr. Qiagen gab außerdem den Start eines neuen Produktes bekannt.

Im dritten Quartal sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 20,9 Millionen Dollar gestiegen, teilte Qiagen nach US-Börsenschluss mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 21 Millionen Dollar gerechnet. Der Umsatz blieb mit 90,4 Millionen Dollar stabil. Unter dem Strich verdiente Qiagen 12,6 (Vorjahr: 11,8) Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei neun Cent.

An den Umsatzerwartungen für das vierte Quartal von 92 bis 95 Millionen Dollar und einem Gewinn je Aktie zwischen neun und zehn Cent halte er fest, sagte Schatz. Für das Gesamtjahr stellte der Unternehmenschef nach wie vor ein Umsatzziel von 376 bis 381 Millionen Dollar in Aussicht und einen Gewinn pro Aktie von 36 bis 38 Cent.

Der weltweit führende Hersteller von Analysezubehör für die Gen- und Proteinforschung bedient sowohl akademische Forschungseinrichtungen wie auch Labore der Pharma- und Biotechindustrie. Knapp 50 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Qiagen in Nordamerika.

Die Entwicklung im dritten Quartal sei besonders vom Wachstum im Instrumentengeschäft getrieben worden, sagte Schatz. „Der Umsatz der Sparte mit Produkten für die Aufreinigung von Nukleinsäuren, so genannte Consumables, war etwas geringer, weil es im dritten Quartal üblicherweise mehr Urlaubstage gibt.“ Beim Consumables-Geschäft gehe es um Material, das Wissenschaftler verbrauchen und das deswegen davon abhängig sei, wie viel gearbeitet werde, erklärte eine Sprecherin. Im Instrumentengeschäft werde indes langfristig investiert.

Qiagen gab am Montag auch den Marktstart einer automatisierten Plattform zur Aufreinigung für Proben für die molekulare Diagnostik bekannt. „Wir gehen davon aus, dass wir kommendes Jahr marktabhängig zwischen einem Dutzend und mehreren hundert davon verkaufen können.“ Der Preis pro Plattform liege bei etwa 120.000 Dollar.

In Frankfurt hatten die Qiagen-Aktien zu Handelsschluss am Montag 5,73 Prozent auf 8,39 Euro verloren. An der US-Technologiebörse Nasdaq schloss Qiagen um 2,45 Prozent tiefer bei 10,73 Dollar in einem kaum veränderten Umfeld.

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