Qualitätskontrollen werden verbessert
Bosch zieht Konsequenzen aus Dieselpumpen-Panne

Nach der Dieselpumpen-Panne will der Automobilzulieferer Bosch nun seine Qualitätskontrollen verbessern. Wegen des Fehlers sei nun auch mit einer gewissen Kostenbelastung zu rechnen.

HB GENF. „Der Fehler stachelt uns an, die Qualitätskontrollen zu forcieren, gerade auch bei Teilen, die jahrelang millionenfach unauffällig gewesen sind“, sagte Bernd Bohr, Chef des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik bei Bosch, am Dienstag auf dem Genfer Autosalon. Das Ziel heiße „Null Fehler“ und dem komme der weltgrößte Autozulieferer auch näher, wie die Qualitätsstatistiken bewiesen.

Ein Hochdruckdieselpumpen-Teil, das von einem Bosch- Unterzulieferer stammt, hatte sich im Dezember als fehlerhaft herausgestellt und im Januar bei Daimler-Chrysler und BMW für einen tagesweisen Stopp der Autoproduktion gesorgt. Bohr kündigte an, dass die Robert Bosch GmbH in diesem Jahr rund 8,4 Mill. Hochdruck- Dieselpumpen produzieren werde nach 7,2 Mill. im Jahr 2004.

Die qualiätssichernden Maßnahmen seien allerdings auch mit einer gewissen Kostenbelastung verbunden, sagte der für die Kfz-Sparte verantwortliche Bohr am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz zu Journalisten. Der Manager kündigte unter anderem an, noch intensiver in die Prozesse der eigenen Lieferanten „hineinzusehen“. Ziel sei es, die ganze Lieferkette abzusichern. Außerdem sollten die Dauerlauftests auf den Prüfständen intensiviert werden und früher zu Ergebnissen kommen.

Bezüglich eines möglichen Schadenersatzes sagte Bohr, Bosch stehe für die Probleme gerade. Allerdings erwarte er, dass die Kunden fair mit Bosch umgingen, sein Unternehmen werde fair zu den eigenen Zulieferern sein. Zur Höhe einer möglichen Kompensation wollte der Manager unter Verweis auf laufenden bilaterale Verhandlungen nichts sagen.

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