Da ist vor allem der Lebenslauf von Magda Ritschel, der zweiten Frau von Günther Quandt. Nach achtjähriger Ehe lässt sie sich 1929 scheiden und heiratet Joseph Goebbels, den eiskalten Reichspropagandaminister. Die Interpretation dieses Ereignisses fällt unterschiedlich aus. Quandt habe diese Beziehung für seine wirtschaftlichen Interessen genutzt, sagen die einen. Der Familienpatriarch sei entsetzt gewesen über die Verbindung, behaupten die anderen.
Auch der Einsatz von Zwangsarbeitern im Afa-Werk, abgestellt aus dem KZ Neuengamme, gehört zum Bild. Eine mittlerweile auch von der Familie nicht mehr bestrittene Tatsache, Altana und BMW zählen zu den Gründungsmitgliedern des Entschädigungsfonds der Industrie. Doch trotz solcher Signale dürfte er für die Quandts dieses Mal schwer werden, eine ihrer ältesten Familientraditionen fortzusetzen: das Schweigen.

