Quartalsbericht
IBM steigert sich, doch die Aktie sackt ab

IBM verdiente im letzten Quartal zwölf Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Trotzdem büßte die Aktie nach der Präsentation der Zahlen an Wert ein. Experten machen unter anderem das stagnierende Servicegeschäft dafür verantwortlich.
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HB ARMONK. Der IT-Konzern IBM eilt von Rekord zu Rekord. Der Gewinn stieg das 31. Quartal in Folge, auch der Umsatz legte zu. „Im dritten Quartal sind wir in unserem Geschäft mit Hardware, mit Software und mit Dienstleistungen gewachsen“, sagte Konzernchef Samuel Palmisano am Montag. Er hob die Jahresprognose abermals an. Der US-Konzern erhöhte am Montag nach Börsenschluss seine Gewinnprognose und erwartet nun einen Überschuss von mindestens 11,40 Dollar je Aktie. Bislang war von „mindestens 11,25 Dollar je Aktie“ die Rede, von Reuters befragte Analysten gingen von 11,30 Dollar je Aktie aus.

Von Juli bis September verdiente IBM unterm Strich 3,6 Mrd. Dollar (2,6 Mrd Euro). Das ist zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 24,3 Mrd. Dollar. Das war in beiden Fällen mehr als Analysten erwartet hatten.

Dennoch büßte die Aktie nach Börsenschluss in New York drei Prozent ihres Wertes ein. Beobachter schoben das zum einen darauf, dass das Papier zuvor mit 142,83 Dollar sein Allzeithoch erreicht hatte und viele Aktionäre nun ihre Gewinne einstreichen. Zum anderen störten sich einige Anleger an den stagnierenden Neuabschlüssen im wichtigen Servicegeschäft.

Bereits im Vorquartal war IBM ein wenig die Puste ausgegangen, nachdem das Unternehmen die ganze Wirtschaftskrise hindurch geglänzt hatte. Der Konzern macht fast mehr als Hälfte seines Umsatzes mit Dienstleistungen wie dem Betrieb von Rechenzentren. Die langfristigen Verträge hatten IBM während der Krise vor dem Abrutschen bewahrt.

Weil gleichzeitig tausende Stellen weggefallen waren, und IBM auch an anderer Stelle zum Rotstift gegriffen hatte, steigt der Gewinn kontinuierlich. Im Gesamtjahr erwartet das IBM-Management nun ein Ergebnis je Aktie von mindestens 11,40 Dollar. Bislang waren es 11,25 Dollar gewesen. Im Krisenjahr 2009 hatte der Konzern immerhin 10,01 Dollar je Aktie erreicht.

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