Quartalsbilanz
Bei Leifheit geht es wieder aufwärts

Der in Bedrängnis geratene Haushaltsartikel-Hersteller Leifheit hat bei seinen Bemühungen, das Geschäft wieder voranzubringen, einen ersten Erfolg verzeichnet.

HB NASSAU. Erstmals seit vier Jahren seien die Quartalserlöse des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder gestiegen, und zwar von Juli bis September 2005 um rund 3 Prozent auf 69 Mill. Euro. Das teilte die Leifheit AG am Montag in Nassau (Rhein-Lahn-Kreis) mit. Dieser Wert ist bereinigt um das aufgegebene Geschäft mit Duschtrennwänden.

Über die gesamten ersten neun Monate gerechnet, lagen die Umsätze mit 225 Mill. Euro aber knapp unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte davon unbeeindruckt um 45 Prozent auf 4,5 Mill. Euro zu. Unterm Strich sank der Gewinn jedoch von 3,2 Mill. auf 2,7 Mill. Euro.

Die Krise hatte vor etwa vier Jahren begonnen. Die Deutschen hielten sich mit dem Geldausgeben zurück. Gleichzeitig begannen Discounter, günstige Haushaltsgeräte aus Asien anzubieten, die die Preise drückten. Als Beispiel nannte das Unternehmen Personen- und Küchenwaagen, die heute nur noch die Hälfte des damaligen Preises kosteten. Die Umsätze von Leifheit sanken, 2004 wurde die Umstrukturierung beschlossen.

Sowohl die Kernsparte Haushalt, die rund 80 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, als auch die kleinere Bad-Sparte verbuchten über die ersten neun Monate des laufenden Jahres gesehen noch Umsatzrückgänge. Das Geschäft mit Haushaltsgeräten von der Wäschespinne bis zum Dosenöffner habe dabei vor allem unter der schwachen Nachfrage im Inland gelitten. Der Umsatz mit Badausstattungen sei dagegen besonders im Ausland wegen der Konkurrenz von Billigprodukten aus Asien gesunken. Das sanierte Bad-Geschäft leiste aber einen wachsenden Beitrag zum Konzernergebnis, hieß es.

Leifheit war im vergangenen Jahr wegen der Kosten für den Konzernumbau tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern trennt sich im Zuge der Restrukturierung von 330 Mitarbeitern, verlagert deutsche Produktionsstandorte nach Tschechien und China und trennte sich ganz von der Produktion von Duschwänden. Ende des Jahres soll der Umbau abgeschlossen sein. Die Zahl der Mitarbeiter nahm im Jahresdurchschnitt um 240 auf 1872 ab.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ebenfalls einen unter dem Vorjahreswert liegenden Umsatz, aber ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis. Die Aktionäre, die im Krisenjahr 2004 leer ausgegangen waren, könnten für 2005 mit einer angemessenen Dividende rechnen.

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