Quartalsbilanz
Energiekosten drücken Gewinn von Dupont

Hohe Energiekosten haben den Gewinn des zweitgrößten US-Chemiekonzerns Dupont im zweiten Quartal gedrückt. Gleichwohl übertraf das Unternehmen mit seinen am Dienstag präsentierten Zahlen noch die Erwartungen des Marktes.

HB NEW YORK. Dupont verdiente im abgelaufenen Vierteljahr 975 Mill. Dollar nach 1,02 Mrd. Dollar vor Jahresfrist. Preisanhebungen bei den Chemieprodukten konnten steigende Energiekosten nicht wettmachen. Im Vorjahreszeitraum hatte Dupont zudem aus dem Verkauf von zwei Geschäften einen Sonderertrag verbucht. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Management seine Ziele: Ohne Sonderposten wird ein Gewinnanstieg auf rund 2,85 Dollar je Aktie erwartet nach 2,34 Dollar im Jahr 2005. „Obwohl wir Herausforderungen erwarten, sind wir entschlossen, im zweiten Halbjahr deutlich höhere Ergebnisse im Vergleich zum letzten Jahr zu liefern“, erklärte Konzernchef Charles Holliday.

Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen vor Sonderposten einen Gewinn von 1,01 Dollar. Analysten hatten im Schnitt auf dieser Basis lediglich 95 Cent erwartet. Der Konzernumsatz ging um ein Prozent auf 7,4 Mrd. Dollar zurück. Würden die Umsätze von inzwischen verkauften Geschäften im Vorjahreszeitraum ausgeklammert, wären die Erlöse jedoch um zwei Prozent gestiegen.

In der Agrochemie-Sparte, dem Geschäft mit Chemikalien für die Landwirtschaft und Substanzen zur Nahrungsergänzung, verlief das Geschäft schlechter als erwartet. Hier sank der operative Gewinn vor Steuern um 16 Prozent auf 428 Mill. Dollar. Gestiegene Kosten und schwächere Umsätze mit Pflanzenschutzmitteln hätten das Ergebnis belastet. In der größten Sparte Performance Materials sowie in der Sparte Coatings and Color Technologies verzeichnete der Konzern hingegen Ergebniszuwächse.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Dupont mit einem Gewinn je Aktie vor Sonderposten von rund 91 Cent je Aktie. Das wäre fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum, als der Konzern auf 46 Cent je Aktie kam. Damals hatten allerdings die Folgen der Wirbelstürme „Rita“ und „Katrina“ die Ergebnisse belastet. Anlagen waren durch die Stürme beschädigt worden und mussten zeitweise abgeschaltet werden.

Der in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware ansässige Konzern hatte im Mai angekündigt, für den Großteil seiner Produkte die Preise anzuheben. Dabei hatte Dupont auch auf steigende Kosten für Öl und Erdgas hingewiesen - was sowohl für die Herstellung von Chemikalien als auch zum Betrieb der Werke benötigt wird. Im März hatte Dupont zudem Umstrukturierungen angekündigt, bei denen Arbeitsplätze auch in Deutschland abgebaut und ein Standort in Helmstedt geschlossen werden sollen. Insgesamt werden weltweit rund 1500 Stellen wegfallen. Die Reduzierung der Belegschaft um 2,5 Prozent soll die jährlichen Kosten um bis zu 165 Mill. Dollar vor Steuern senken.

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