Quartalsbilanz
Lockheed Martin Top – Northrop Flop

Die zwei amerikanischen Rüstungskonzerne Lockheed Martin und Northrop haben ihre Bilanzen vorgelegt. Obwohl beide einen Gewinnzuwachs vorweisen können, enttäuschte der eine und überraschte der andere.

HB NEW YORK. Der weltgröße Rüstungskonzern Lockheed Martin hat mit einem Gewinnanstieg von 47 Prozent die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Für das dritte Quartal gab der US-Hersteller von F-16-Kampfflugzeugen und „Patriot“-Abwehrraketen am Dienstag vor Börseneröffnung einen Gewinnanstieg um rund 47 Prozent auf 629 Mill. Dollar oder 1,46 Cent je Aktie bekannt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,24 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz lag vier Prozent höher bei 9,6 Mrd. Dollar. Hier hatten die Analysten 9,8 Mrd. erwartet.

Zu dem Ergebnis trugen auch Sonderposten mit 19 Cent je Aktie bei. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun einen Gewinn von 5,45 bis 5,60 Dollar je Aktie. Analysten erwarten im Schnitt 5,29 Dollar.

Lockheed profitierte im dritten Quartal von den Rekord-Rüstungsausgaben der USA im Zusammenhang mit den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Besonders die Elektronik- und Raumfahrtsparten legten zu. Die Luftfahrtsparte zeigte sich dagegen schwächer.

Der Rüstungskonzern Northrop Grumman dagegen hat im dritten Quartal seinen zwar Gewinn gesteigert, aber die Markterwartungen verfehlt. Der Quartalsgewinn sei um drei Prozent auf 302 Mill. Dollar gestiegen, teilte der drittgrößte Lieferant des US-Verteidigungsministeriums am Dienstag mit. Damit betrug der Gewinn pro Aktie 86 Cent, während Analysten 1,07 Dollar erwartet hatten. Der Umsatz wuchs um zwei Prozent auf 7,4 Mrd. Dollar. Auch dieser Wert blieb hinter den Markterwartungen zurück, die bei 7,76 Mrd. Dollar gelegen hatten. Northrop stellt unter anderem Kriegsschiffe, Überwachungsdrohnen und Rüstungselektronik her.

Für das Gesamtjahr rechnet Northrop mit einem Gewinn je Aktie von 4,20 bis 4,25 Dollar aus dem fortgeführten Geschäft. Seine Umsatzprognose senkte Northrop auf 30,2 Mrd. Dollar erneut ab. Ende Juli hatte es sie bereits auf 30,5 Mrd. Dollar von zuvor 31 Mrd. verringert.

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