Quartalsbilanz
Medion muss eisern sparen

Der im Vorjahr in die Verlustzone gerutschte Elektronikgroßhändler Medion hat dank massiver Kostensenkungen im Auftaktquartal 2007 sein Ergebnis auf niedrigem Niveau stabilisiert. Doch weil der Umsatz weiter bröckelt, bleibt dem Elektronikgroßhändler nichts anderes übrig, als weiter eisern zu sparen.

HB DÜSSELDORF. Die Umsatzerosion angesichts des anhaltenden Preisverfalls und weitgehend gesättigter Absatzmärkte setzte sich allerdings fort. Die Erlöse sackten auf 407 Mill. Euro ab von 466 Mill. in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres, wie Medion am Donnerstag mitteilte. Sein operatives Ergebnis (Ebit) verbesserte der Essener Konzern, zu dessen Großkunden Aldi und Metro gehören, hingegen leicht auf 4,5 Mill. Euro nach 4,1 Mill. im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern standen 4,5 (Vorjahr: 3,4) Mill. Euro zu Buche.

Investoren sahen darin einen ersten Hoffnungsschimmer und verhalfen der Medion-Aktie, die angesichts des Schrumpfkurses in der Vergangenheit kräftig an Wert eingebüßte hatte, zu einem satten Kursplus. Das Papier gewann bis zum Mittag mehr als acht Prozent auf bis zu 9,65 Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe über den Erwartungen gelegen, sagten Analysten. Medion scheine mit der Konzentration auf profitableres Geschäft auf dem richtigen Weg. Die WestLB stufte die Aktie hoch auf „Add“ von „Reduce an.

Medion kämpft seit längerem mit dem drastischen Preisverfall bei Computern, Notebooks und Navigationssystemen. 2006 geriet der Konzern erstmals in seiner 20-jährigen Firmengeschichte in die Verlustzone und verbuchte ein Minus von 65,4 Mill. Euro. Die Umsätze brachen um beinahe eine Milliarde auf 1,6 Mrd. Euro ein. Durch die Aufgabe margenschwacher Produkte und Kostensenkungen will Medion in diesem Jahr wieder ein Ergebnis erzielen, das Aktionären eine Dividende ermöglichen könnte.

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