Quartalsbilanz
Niederländer bereichern Nike

Nike hat im abgelaufenen Geschäftsquartal zwar mehr Gewinn gemacht als erwartet, das lag aber mitnichten an besonders guten Geschäften. Denn dort sind die Margen unter Druck. Der Grund ist in den Niederlanden zu suchen.

HB LOS ANGELES. Der Nettoertrag sei im zweiten Quartal bis Ende November um 8 Prozent auf 325,6 Mill. Dollar gestiegen, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Pro Aktie entspreche dies 1,28 Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit 1,13 Dollar Gewinn je Anteilsschein gerechnet.

Nike profitierte im abgelaufenen Quartal in erster Linie von einer Steuervereinbarung mit der niederländischen Regierung. Diese umfasste auch eine Vergütung für das Geschäftsjahr 2006 und die ersten beiden Quartale 2007. Das war der wichtigste Grund für den Gewinnanstieg: Vor Steuern verbuchte das Unternehmen einen Rückgang beim Ertrag um 4 Prozent auf 447,3 Mill. Dollar.

„Die Marke Nike und unsere Beteiligungen sind weltweit stark geblieben“, sagte Nike-Chef Mark Parker. So sei der Umsatz um 10 Prozent auf 3,8 Mrd. Dollar gestiegen und damit etwas stärker als erwartet. Und auch für die kommenden Monate sind die Auftragsbücher voll: Bis April sollen Sportschuhe und Kleidung im Wert von 5,6 Mrd. Dollar ausgeliefert werden, das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis Ende des Geschäftsjahres erwartet das Unternehmen weiterhin ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

Der Konkurrent von Adidas und Puma hatte zuletzt die Werbeausgaben kräftig nach oben gefahren, um den Verkauf neuer, günstigerer Produkte anzukurbeln. Dadurch ging aber die Gewinnmarge zurück. In Europa und Japan hatten sich Kunden zuvor verstärkt günstigeren Sportschuhen zugewandt. Analysten befürchteten daraufhin, dass Nike auf seinen hochpreisigen Modellen sitzen bleibt. Dazu kommt, dass das Unternehmen auch wegen der Fußball-WM in Deutschland mehr in das Marketing investiert hatte.

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