Quartalsbilanz
Pfizer bewahrt Schwarz Pharma vor roten Zahlen

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im zweiten Quartal rote Zahlen vermeiden können. Das lag vor allem an Geld, das der US-Pharmariese Pfizer dem deutschen Konkurrenten für die Überlassung von Lizenzen überwiesen hatte.

HB FRANKFURT. Der Gewinn sei von 1 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 35,1 Mill. Euro geklettert, teilte das Familienunternehmen am Dienstag in Monheim bei Köln mit. Der Konzernumsatz sei allerdings unter anderem wegen des harten Wettbewerbs bei Nachahmerpräparaten in den USA und einem schwierigen Marktumfeld in vielen europäischen Ländern um 5,8 Prozent auf 236 Mill. Euro gesunken. Analysten hatten für das Quartal etwas mehr erhofft: Im Schnitt hatten sie mit einem Überschuss von 39,1 Mill. Euro und mit einem Umsatz von 239,9 Mill. Euro gerechnet.

Für das Gesamtjahr stellt das Schwarz-Management weiterhin einen Umsatz von rund 900 Mill. Euro und ein Ergebnis um die Nulllinie herum in Aussicht. Schwarz Pharma konzentriert sich derzeit mit hohen Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf seine eigenen Medikamentenkandidaten für neurologische Erkrankungen.

Das Geld aus den USA stammt aus der Lizenzvergabe für das Inkontinenz-Mittel Fesoterodin. Für die Lizenzrechte erhielt Schwarz Pharma von Pfizer eine Abschlagszahlung von 79,5 Mill. Euro. Ohne dieses Geld hätten die Monheimer nach eigenen Angaben im zweiten Quartal einen Verlust von 13,3 Mill. Euro geschrieben. Der Betriebsgewinn nahm im zweiten Quartal wegen der Pfizer-Zahlung von 8,5 Mill. Euro vor Jahresfrist auf 67 Mill. Euro zu.

Das Jahr 2006 stehe ganz im Zeichen der Markteinführung des Parkinson-Pflasters Neupro, teilte das Unternehmen weiter mit. Das Pflaster ist bereits in einigen europäischen Ländern auf dem Markt. Mit einem erwarteten Spitzenumsatz von 350 Mill. Euro ist es einer der größten Hoffnungsträger des Unternehmens. Auf den US-Markt soll das Produkt im ersten Halbjahr 2007 kommen.

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