Quartalsbilanz
Sonderbelastungen drücken Boeing ins Minus

An der Auftragssituation lag es nicht, dass der US-Flugzeugbau- und Rüstungskonzern Boeing ins Minus gerutscht ist. Die Bestelllisten sind lang. Vielmehr kaufte sich das Unternehmen mit einem Vergleich von Querelen mit dem US-Verteidigungsministerium frei. Der drückt nun auf die Bilanz.

HB NEW YORK. Hohe Strafzahlungen haben den US-Flugzeughersteller Boeing trotz voller Auftragsbücher im zweiten Quartal in die Verlustzone gedrückt.

Unter dem Strich habe das Minus 160 Mill. Dollar betragen, teilte der Erzrivale des europäischen Herstellers Airbus am Mittwoch in Chicago mit. Während das operative Geschäft blendend lief, verbuchte Boeing im abgelaufenen Quartal 1,1 Mrd. Dollar als Sonderlasten zur Beilegung eines Verfahrens des US-Justizministeriums und für Verzögerungen beim Bau von Überwachungsflugzeugen für Australien und die Türkei.

Zugleich hob Boeing aber die Prognosen für Auslieferungen und Gewinn im kommenden Jahr an. Damit setzt Boeing den zum EADS-Konzern gehörenden Konkurrenten Airbus weiter unter Druck, der mit Verzögerungen beim prestigeträchtigen Super-Jumbo A380 und einer Umarbeitung der Pläne für den Langstreckenjet A350 kämpft.

Boeing-Chef Jim McNerney erklärte, die Strafzahlungen überschatteten die solide Entwicklung von Boeing im laufenden Geschäft. „Unsere Aussichten verbessern sich durch die robuste Nachfrage nach unseren Zivilflugzeugen, das stetig, aber moderat wachsende Verteidigungsgeschäft und unsere konzernweite Konzentration auf Wachstum und Produktivität.“ Zum Quartalsende hatte Boeing Aufträge für 220 Mrd. Dollar in den Büchern - mehr als der dreifache Jahresumsatz. Der größte Teil davon entfiel auf Aufträge für zivile Flugzeuge, für die der Konzern in der ersten Jahreshälfte mehr als vier Mal soviele Aufträge erhielt wie der europäische Rivale.

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