Quartalsergebnis: Procter&Gamble verbucht Gewinnsprung

Quartalsergebnis
Procter&Gamble verbucht Gewinnsprung

Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble hat im abgelaufenen Quartal mit starken Geschäften in Schwellenländern seinen Gewinn weiter nach oben geschraubt. Der Konzern konnte damit gestiegene Energie- und Rohstoffkosten abfedern. Auch die Übernahme von Gillette wirkte sich positiv auf die Bilanz aus.

HB CINCINNATI. Beim US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble lässt ein starkes internationales Wachstum die Gewinne kräftig steigen. Einsparungen nach der Übernahme von Gillette haben im zweiten Geschäftsquartal dazu beigetragen, Mehrausgaben für Material und Energie auszugleichen. Im Gesamtjahr 2007/08 (Ende Juni) soll nun der Überschuss stärker als bisher geplant zulegen.

Der Gewinn kletterte trotz deutlich höherer Rohstoffkosten um 14 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro). Der Umsatz legte um 9 Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar zu, teilte Procter & Gamble am Donnerstag mit. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie verlor zum Handelsstart dennoch mehr als 1,5 Prozent auf rund 64 Dollar. Die Gewinnprognose sei geringer als erwartet, sagten Händler.

Konzernchef A.G. Lafley sagte, das Quartal sei ein weiterer Beleg für die Fähigkeit des Unternehmens, auch in einem schwierigem Umfeld starke Zahlen vorzulegen. Jede Region und jede Sparte habe zum Wachstum beigetragen. Procter & Gamble bietet viele Markenprodukte an wie Ariel-Waschmittel, Gillette -und Braun-Rasiererzubehör, Wella-Haarpflegemittel sowie Pampers-Windeln oder Duracell-Batterien.

Der Konzern will seine Kaffeesparte unter dem Namen Folgers als selbstständiges Unternehmen ausgliedern. Folgers ist eine der größten US-Kaffeemarken mit einem Umsatz von zuletzt rund 1,6 Milliarden Dollar und 1 250 Beschäftigten. Folgers passt als rein nationale Marke nicht ausreichend in die weltweite Strategie des Konzerns. Für das laufende Jahr erwartet Procter & Gamble ein Umsatzwachstum ohne mögliche Zukäufe von rund sechs Prozent.

Der Gewinn je Aktie soll etwas stärker als bisher geplant um bis zu 15 Prozent auf 3,46 bis 3,50 Dollar steigen. In Deutschland beschäftigt Procter & Gamble an den großen Standorten Schwalbach am Taunus, Kronberg, Darmstadt und Köln knapp 4 600 Mitarbeiter. Nach den Milliardenzukäufen von Wella und Gillette in den vergangenen Jahren ordnet der Konzern derzeit auch seine deutschen Strukturen neu und versetzt zahlreiche Mitarbeiter. Weltweit zählt das Unternehmen 138 000 Mitarbeiter und ist in mehr als 80 Ländern präsent.

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