Quartalsergebnis steigt - Jahresprognose unverändert
General Motors in Europa tiefer in der Verlustzone

Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors (GM) findet – anders als der US-Konkurrent Ford – im Europageschäft nicht aus den roten Zahlen. Nach Angaben des Unternehmens weitete sich im zweiten Quartal dieses Jahres das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von drei Mill. Dollar auf 45 Mill. Dollar aus.

hz FRANKFURT. Bereits in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres war GM mit annähernd 116 Mill. Euro tiefer in die Verlustzone gerutscht. Ford hatte dagegen einen Tag zuvor eine Gewinnwende in Europa verkündet und seine Jahresprognose erhöht. Der weltgrößte Autobauer beließ dagegen trotz eines Rekordgewinns der Finanzsparte und einer Ergebnissteigerung im zweiten Quartal auf insgesamt 1,34 Mrd. Dollar seine Vorhersage für 2004 unverändert.

„Wir machen in Europa signifikante Fortschritte“, sagte GM-Chef Rick Wagoner, doch es fehlten trotz steigender Marktanteile die erwarteten Umsatzzuwächse. Die Hoffnungen des Autokonzerns ruhen vor allem auf dem im März gestarteten neuen Golf-Konkurrenten Opel- Astra. Die Bestellungen für den Astra werden laut Opel das ursprüngliche Absatzziel im laufenden Jahr übertreffen. 2004 würden voraussichtlich mehr als die avisierten 200 000 Astra in Europa verkauft.

Doch Platzhirsch VW liefert den Rüsselsheimern einen aggressiven Preiskampf, der auf die Margen geht. In Europa gehören neben Opel, das rund 80 Prozent des GM-Europageschäfts ausmacht, der defizitäre schwedische Autobauer Saab und die Opel-Schwestermarke Vauxhall zu General Motors.

Die Nummer drei auf dem US- Markt, die Daimler-US-Sparte Chrysler, wird ihre Zahlen erst am Donnerstag nächster Woche vorlegen. Die Experten der Hypo-Vereinsbank rechnen mit einer substanziellen Gewinnwende und einem Plus von 708 Mill. Euro im ersten Halbjahr, nach einem Verlust von 796 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereits im April hatten die großen US-Hersteller ihre Gewinnschätzungen nach oben geschraubt. Doch im Juni stürzten die PKW-Absatzzahlen in den USA unerwartet stark ab – und insbesondere GM und Ford mussten herbe Rückschläge hinnehmen und stockten anschließend sofort ihre Verkaufsanreize wieder auf.

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